
Tutzing
Neun Ziele der Region starten in Tutzing — mehr als in jedem anderen Ort des Fünfseenlands. Die Tourist-Info pflegt ein eigenes Wegenetz mit nummerierten Runden von X1 (Waldschmidtschlucht und Deixlfurter Seen) bis X9 (Tutzing–Feldafing).

Die Haustür: Moränenhügel, fünf Seen und der Blick über das Wasser zur Alpenkette.
Die Osterseen von Süden, dahinter der Starnberger See — Toteislöcher und Zungenbecken in einem Bild. Foto: Carsten Steger, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
44 Ziele · Anfahrt 0 bis 40 min · 41 ohne Auto erreichbar
Was man hier sieht, hat der Isar-Loisach-Gletscher hinterlassen. Die Becken von Starnberger See und Ammersee sind Zungenbecken der Eiszeiten, die Hügel dazwischen Seiten- und Endmoränen. Der Starnberger See ist 19,45 Kilometer lang, 56,36 Quadratkilometer groß und 127,8 Meter tief — nach Fläche der fünftgrößte See Deutschlands, nach Wasservolumen der zweitgrößte. Der Ammersee kommt auf rund 47 Quadratkilometer und etwa 80 Meter Tiefe. Dazu Wörthsee, Pilsensee und, als fünfter namensgebender, der Weßlinger See.
Die Würm ist der einzige Abfluss des Starnberger Sees und zieht durch das Leutstettener Moos und das Mühltal nach Norden. Südlich davon liegen die Osterseen: 24 Einzelseen in Toteislöchern, entstanden vor rund 17.000 Jahren, seit 1981 Naturschutzgebiet auf 1.083 Hektar.
Berge gibt es hier keine. Die Erhebungen sind Moränenrücken; das Berndorfer Buchet kommt auf 760 Meter, und Höhenunterschiede von gut 200 Metern zwischen See und Umland — etwa am Andechser Klosterberg — sind schon das Maximum. Wer Gipfel, Grate oder Klettersteige sucht, fährt weiter nach Süden. Wofür die Gegend taugt: Halbtagesrunden ohne Planung, Wasser in allen Formen, die kleinen Bachschluchten — Maisinger Schlucht, Waldschmidtschlucht, Mühltal — und der Blick von der Hangkante über den See zu den Bergen. Im Winter bei Inversion ist das die eigentliche Spezialität.
Jeder Punkt steht für einen oder mehrere Startorte; die Zahl in der Marke sagt, wie viele Ziele dort zusammenkommen. Überfahren oder antippen zeigt, welche es sind, und beim Hineinzoomen teilen sich die Marken wieder auf. Wer lieber liest: Unter der Karte stehen ohnehin alle Ziele.
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Ein Messpunkt für eine ganze Landschaft: die Mitte der eingezeichneten Startpunkte. Zwischen Talboden und Grat liegen leicht mehrere Grad — für eine Bergtour bleibt der Bergwetterbericht maßgeblich.
Die Gemeinden und Tourismusverbände stellen eigene Wandertipps und Tourenvorschläge zusammen — mehr, als hier je stehen könnte.

Neun Ziele der Region starten in Tutzing — mehr als in jedem anderen Ort des Fünfseenlands. Die Tourist-Info pflegt ein eigenes Wegenetz mit nummerierten Runden von X1 (Waldschmidtschlucht und Deixlfurter Seen) bis X9 (Tutzing–Feldafing).
Acht Ziele der Region beginnen in Starnberg: Maisinger Schlucht, Leutstettener Moos, die Moränenrunden nach Westen. Die Stadt selbst führt keine Wanderseite — die Tourenbeschreibungen liegen im Portal der Regionalagentur gwt Starnberg.
Vier Ziele der Region starten in Gauting, alle im Würmtal: Mühltal, Reismühle, Grubmühler Feld, Schloss Fußberg. Die Gemeinde stellt dazu eine Rad- und Wanderkarte mit vierzehn beschriebenen Stationen bereit.
Nach Aufwand geordnet — von der Feierabendrunde bis zur Tagestour. Die Filter darunter grenzen ein, was gerade passt.
1,7 Kilometer Seeufer, und außer dem Teehaus steht dort nichts
Ein Landschaftsgarten von Carl von Effner aus den 1850er Jahren, den Wilhelmina Busch-Woods ab 1914 nach Süden erweitert hat; heute gehört er ihrer Stiftung und ist Gartendenkmal. Der alte Baumbestand beherbergt bedrohte Insekten- und Pilzarten. Die kleinen sandigen Badebuchten heißen hier Seefenster. Die Uferrunde misst 4 bis 5 Kilometer, das Wegenetz im Park insgesamt 7,5 Kilometer.

Von Tutzing über Kerschlach nach Andechs und zurück über Aschering
Unsere Referenz-Abendrunde. Über die Ilkahöhe nach Kerschlach, weiter durch die hügelige Landschaft zum Kloster Andechs, zurück über Aschering. Wer will, hängt eine Brauereiführung an.
Von Tutzing über Bernried, Jennhausen und den Magnetsrieder Hardt zurück
Am See entlang bis Höhenried, dann durch die hügelige Moränenlandschaft und das Hochmoor nach Jennhausen. Über das Naturschutzgebiet Magnetsrieder Hardt geht es via Haunshofen und Kampberg zurück nach Tutzing. Die Runde verbindet Natur, Kultur und bayerische Gastlichkeit — und startet direkt am Bahnhof.
Der Umweg, den kaum jemand geht
Die Ilkahöhe kennt jeder. Den Umweg über den versteckten Deixlfurter See und die Waldschmidtschlucht geht dagegen kaum jemand.

Der Inversionsbalkon vor der Haustür
Bei Hochnebel steht man hier über der Suppe und sieht die Alpenkette vom Wendelstein bis zur Zugspitze. Die meisten fahren nur zum Wirtshaus hoch — die ganze Runde geht kaum jemand. Als Kurzvariante bis zum Parkplatz oben sind es 2,5 Kilometer. Wer weiter will: Die Fortsetzung zum Deixlfurter See ist eine eigene, längere Tour.
Über Aschering nach Maising, durch die Schlucht nach Starnberg, am See zurück
Über Traubing und Aschering nach Maising, kurze Pause am Maisinger See, dann durch die Schlucht entlang des Bachs nach Starnberg. Zurück geht es entspannt am Uferweg des Starnberger Sees. Badesachen mitnehmen.
Hangkante über dem Starnberger See
Acht Minuten mit der Bahn, dann eine gute Stunde Hangkante mit Blick auf See und Berge. Gut kombinierbar mit dem Bernrieder Park und dem Bernrieder Filz, einem der ältesten Hochmoore Bayerns.
Elisabethweg am Ufer, Glocke läuten, Fähre kommt
Das Schloss selbst ist privat, man geht daran vorbei — der eigentliche Weg ist der Uferpfad, den sie hier Elisabethweg nennen. Die Fähre legt nicht in Possenhofen ab, sondern zwei Kilometer weiter südlich am Glockensteg im Park Feldafing, gegenüber der Insel. Wer gerade drüben ist, läutet die Glocke am Steg, dann wird man abgeholt. Sie fährt vom 1. Mai bis 15. Oktober, von Juni bis Mitte September zwischen 10 und 18 Uhr, sonst ab 11 Uhr; montags nur von 12 bis 17 Uhr und nur bei schönem Wetter. Die Überfahrt kostet 5 Euro, Kinder bis zwölf Jahre zahlen 1 Euro. Zurück geht es über den Lenné-Park und die Wolfsschlucht.
Der Tutzinger Wanderweg X1 — die Haustürrunde
Die Schlucht ist ein schmaler, feuchter Einschnitt, der die Runde gleich zu Beginn aus dem Ort heraushebt — danach wird es flach und man läuft an der Weiherkette entlang. Weil fast alles im Wald liegt, funktioniert der Weg auch an bedeckten Tagen. Als offizieller Wanderweg X1 markiert, GPX und Faltblatt gibt es beim Tourismusverband.
Ein winziger Moorsee im Künstlerdorf
Der See misst nur 0,2 Quadratkilometer und ist höchstens zwölf Meter tief — und bildet trotzdem eine eigene kleine Welt. Die Badestelle liegt direkt am Weg. Alle anderen fahren an Weßling vorbei zum Ammersee.
Moor, Wald und drei kleine Seen vor der Haustür
Ein 180 Hektar großes Niedermoor nördlich von Starnberg, auf einem verlandeten Teil des Starnberger Sees am Abfluss der Würm, seit 1984 Naturschutzgebiet. Seit 2005 führt ein beschilderter Lehrpfad an drei kleinen Seen vorbei — Goldsee, Galgensee und Truhensee.
Bachschlucht mit Stegen, Bärlauch im April
Schattige Bachschlucht, danach der Maisinger See im Naturschutzgebiet. Zu- und Rückweg verlaufen bei Söcking auf derselben Strecke. Tragfähiger Untergrund — funktioniert auch bei Nieselregen. Im April liegt der Bärlauchteppich.
Zwischen Ammersee und Starnberger See
Eine der besten Winterrunden im Radius: durchgehend niedrig gelegen, trocknet schnell ab, und mit der S6 ist man in zehn Minuten am Start.
Von Tutzing über Pähl der Ammer entlang nach Weilheim, über den Magnetsrieder Hardt zurück
Durch die Moränenlandschaft nach Pähl, dann immer der Ammer entlang nach Weilheim mit seinem sehenswerten historischen Kern. Zurück über den Hardt, die Hardtkapelle und Haunshofen.
Orchideenblüte im späten Frühjahr
Im Mai blühen hier Knabenkraut und Sibirische Schwertlilien — das ist der Grund, diese Tour im späten Frühjahr zu fahren. Badepausen sind eingeplant.
Vor der Haustür — vom breiten Anfängerboard bis zum Raceboard
Das älteste SUP-Center am See, mit Material vom breiten Anfängerboard bis zum Raceboard — für sportliche Jugendliche liegt also auch etwas Schnelles im Rack. Neben dem Verleih gibt es Kurse, geführte Touren mit Instructor und Vollmondtouren. Der Einstieg liegt in der Tutzinger Bucht, nördlich der Schutzzone Roseninsel. Eine Stunde Verleih kostet 16 Euro, zwei Stunden 30 Euro, die Zehnerkarte 140 Euro; SUP Yoga schlägt mit 35 Euro zu Buche.
Sicherheitsbriefing vor dem Ablegen, geführte Tour zur Roseninsel
VDWS-zertifizierte Schule, die jedem Verleihgast vor dem Ablegen ein Sicherheitsbriefing samt Paddeltechnik gibt — sinnvoll, weil der See bei auffrischendem Wind schnell unangenehm wird. Angeboten werden geführte Touren, darunter eine Roseninsel-Tour und Vollmondtouren. Der LBV führt die Station als eine der Adressen, bei denen man sich über Schutzgebiete und Befahrungsregeln informieren kann.
Ab Haustür zu den Osterseen und zurück
Genau die Anfahrt-ab-Tutzing-Variante, die die kurze Iffeldorfer Runde braucht: kein Auto, keine Logistik, und mit 45 Kilometern eine vollwertige Halbtagestour. Ideal bei Novembernebel und Januar-Inversion.
Punkt zu Punkt, zurück mit der Bahn
Keine Rundtour, sondern eine Punkt-zu-Punkt-Fahrt quer durchs Moränenland zur Isar. Rückfahrt mit S7 und S6 in gut 1:20 h.
Trail-Puzzle abseits der Uferwege
Der Autor beschreibt die Tour ausdrücklich als Versuch, die schönen Trailpassagen der Gegend sinnvoll zu verbinden — und dabei dem Wochenendtourismus am Seeufer bewusst aus dem Weg zu gehen. Im Oktober trägt der Laubwald die Runde.
Die technischste Fünfseenland-Runde
Kaum Asphalt, dafür Pfad an Pfad. Andechs liegt am Weg, ist aber nicht das Ziel.
Eine Acht um Pilsen- und Wörthsee
60 Kilometer bei nur 480 Höhenmetern, als Acht um Pilsen- und Wörthsee gelegt. Die Sommertour mit den meisten Badestopps.
Erste Etappe: Isarradweg, Forstenrieder Park und Würmtal
Ab dem Stachus dem Isarradweg nach Süden bis Thalkirchen folgen — ein Abschnitt mit viel städtischem Flair und vielen Münchnern, die an der Isar Erholung suchen. Dann durch den Forstenrieder Park nach Gauting und dem Würmweg entlang zum Starnberger See. Die Etappe endet in Tutzing.
Kanu, SUP, Surfen und Segeln am stillsten Teil des Sees
Am Südufer liegen zwei Betriebe nebeneinander: ein Kanu- und Kajakverleih und eine Surfschule, die auch SUP und Segeln anbietet. Bernrieder Bucht und Seeshaupter Winkel liegen in bequemer Paddelreichweite, und man kann an einem Tag zwei Sportarten ausprobieren, statt nur Boards zu leihen. Die Betreiber nennen selbst die Steilwand bei Allmannshausen als Tauch-Hotspot — ein Hinweis darauf, wie schnell der See hier abfällt.
Drei Programmkinos in Starnberg, Gauting und Seefeld
Drei Programmkinos einer Betreibergesellschaft mit Arthouse und Blockbuster am selben Tag — im geprüften Tagesprogramm liefen Kinderfilme um 16 Uhr, Dokumentarfilme um 18 Uhr und Blockbuster um 20:15 Uhr parallel. Damit lässt sich ein Abend planen, an dem alle vier etwas finden. Lokales Publikum, keine Touristen.
Expressionisten, Völkerkunde und Kuriositäten über dem Seeufer
Lothar-Günther Buchheim war nicht nur der Autor von „Das Boot“, sondern ein besessener Sammler. Sein Haus stellt Brücke-Gemälde neben afrikanische Masken und bayerische Votivbilder — und ragt mit einem auskragenden Steg direkt über das Seeufer. Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen, von April bis Oktober von 10 bis 18 Uhr, von November bis März von 10 bis 17 Uhr. Erwachsene zahlen 13 €, Jugendliche von 6 bis 17 Jahren 6,50 €, die Familienkarte kostet 28 €, die Abendkarte 9,50 €. Wer mit der Bahn kommt, bekommt gegen Vorlage des Tickets einen Euro Rabatt.
Der Flügel, an dem die Carmina Burana entstand
Das weltweit einzige Carl-Orff-Museum. Im Arbeitszimmer steht der Flügel, an dem die Carmina Burana entstand.
Landschaftsschutzgebiet in der Würmaue
Landschaftsschutzgebiet nördlich von Gauting — eine Würmaue zwischen Altmoränenrücken der Riß-Eiszeit, mit Terrassen aus der Würmeiszeit.
Zwei S-Bahn-Stationen entfernt, im Prunkwartesalon
Vier Räume im historischen Bahnhof, darunter der Prunkwartesalon, in dem Elisabeth und der Adel auf ihre Züge warteten. Das einzige Sisi-Museum dieser Art in Deutschland — und das nächstgelegene Ziel der ganzen Liste. Ehrenamtlich geführt und nur an drei Tagen pro Woche geöffnet: vom 1. Mai bis zum 18. Oktober freitags, samstags, sonntags und an Feiertagen von 12 bis 18 Uhr. Erwachsene zahlen 6 €, Kinder ab 14 Jahren 3 €, Kinder von 6 bis 14 Jahren 1 €.
Der Heilige Berg als Ziel — ab Tutzing umsteigefrei mit dem Bus
Die Wallfahrtskirche auf über 700 Metern, dazu Bräustüberl und Klosterladen. Auf dieser Seite bisher nur Wendepunkt von Radrunden — als Ziel taugt der Berg genauso, und zwar ohne Auto: Der Bus 958 fährt ab Tutzing in 24 Minuten umsteigefrei hinauf. Das Bräustüberl hat montags bis freitags von 11 bis 20 Uhr geöffnet, samstags und sonntags ab 10 Uhr, der Klosterladen von 10 bis 17.30 Uhr.
Der einzige große englische Landschaftspark Süddeutschlands
König Max II. kaufte ab 1850 rund 123 Hektar am Seeufer und beauftragte 1854 Peter Joseph Lenné mit der Gestaltung — laut Gemeinde Feldafing „der einzige große Landschaftspark im englischen Stil im süddeutschen Raum“. Umgesetzt 1855–1863 von Carl von Effner, seit 1994–2004 nach Originalplänen restauriert.
Durchbruchstal der Würm im Süden Gautings
Im Süden Gautings hat sich die Würm tief in die Landschaft eingeschnitten — ein kurzer Kontrast zum sonst eher sanften Würmtal.
Das nächstgelegene Ziel — und trotzdem kaum besucht
Ein über 100 Jahre altes Bürgermuseum, eröffnet im Beisein von König Ludwig III. Zu den historischen Gebäuden kam ein moderner Anbau im alten Baumgarten. Gezeigt werden Wechselausstellungen zu Kunst-, Kultur- und Sozialgeschichte.
Gotische Kirche, ein Findling und ein Kiesstrand
Percha hat zwei Kirchen — die kleine, gotische St. Valentin (Ende des 15. Jahrhunderts, Vorgängerbau aus dem 8. Jahrhundert) ist die sehenswerte, nicht die moderne Pfarrkirche St. Christophorus von 1958. Dazu der Findling „Hoher Stein“ und der Kiesstrand „Percha Beach“, bei Tagesgästen beliebt wegen der Nähe zum Bahnhof Starnberg.
Sagenumwobener Mühlenort an der Würm
Einer von vielen bayerischen Orten, die der Sage nach Geburtsort Karls des Großen sein sollen — im Gemeindewappen von Gauting erinnert die Kaiserkrone daran.
Öffentlicher Park an einer Würmschleife
Ein Schloss von 1721 (Kern seit 1342 dokumentiert), dessen Park von der Würm durchflossen wird, seit 1981 der Gemeinde Gauting gehört und frei zugänglich ist. Im Salettl der Anlage gibt es seit 2017 wieder ein Café-Restaurant. Das Schlossgebäude selbst ist nicht regulär zu besichtigen.
Ehemaliges Wasserschloss der Hofmark-Herren
Einst Sitz der Herren der Hofmark Planegg: 1617 erheblich vergrößert, 1737 erweitert und in sein heutiges barockes Aussehen gebracht. Noch im Besitz der letzten Hofmarksherrenfamilie, der Park ist nicht öffentlich zugänglich.
Wasserschloss mit Falknerei, Handwerk und eigenem Kino
Ein bewohntes Wasserschloss der Grafen Toerring, dessen Wirtschaftsgebäude heute Handwerksbetriebe, Läden, eine Falknerei und ein Breitwand-Kino beherbergen. Damit ist es der seltene Fall eines Schlosses, in dem sich ein Regennachmittag verbringen lässt, ohne eine Führung zu buchen.
Das Ortsschloss als Tagungshaus mit öffentlichem Programm
Das eigene Ortsschloss ist keine Sehenswürdigkeit, sondern die Evangelische Akademie: ein Tagungshaus mit öffentlichem Programm aus Vorträgen, Podien und Konzerten in den historischen Salons, dazu ein Schlosspark am See. Wer bei Regen zu Hause bleibt, kann trotzdem einen Abend im Schloss verbringen.
Der frühere Wasserpark — Halle, Sauna und Strandbad an einem Ort
Das ist die Antwort auf die Frage, welches Bad in Starnberg: Der frühere Wasserpark heißt heute Seebad und vereint Hallenbad, Sauna und Strandbad. Für Jugendliche zählen die drei Rutschen und das Sportbecken, im Sommer der direkte Übergang ins Strandbad. An Wochenenden und Feiertagen öffnet die Halle schon um 9 Uhr. Der Sporttarif für 90 Minuten kostet 5 Euro, ermäßigt 4 Euro, und ist günstig genug, um spontan hinzufahren; bis zu drei Stunden sind es 10 beziehungsweise 6 Euro, die Familienkarte kostet 28 Euro.
Sportbootführerschein als Ferienprojekt, gesegelt auf Drachen
Schwerpunkt auf Privat- und Intensivkursen für Sportbootführerschein Binnen und See sowie SKS, unterrichtet wird in Kleingruppen und gesegelt auf Kielyachten vom Typ Drachen. Für einen Achtzehnjährigen ist der Sportbootführerschein Binnen ein realistisches Ferienprojekt; für Jüngere ist der Schnupperkurs der Einstieg.
Denkmalgeschütztes Seebad von 1927
1927 vom Baumeister Engelbert Knittl erbautes, denkmalgeschütztes Strandbad am Starnberger See. Vom 1. Mai bis 30. September ist täglich ab 9 Uhr geöffnet, vom 1. Oktober bis 30. April nur Mittwoch bis Sonntag ab 10 Uhr.
Jugendstilvilla und Künstlerhaus in Feldafing
Villa Carl, eine Jugendstilvilla von Richard Riemerschmid (1910/11), und Villa Waldberta, heute Internationales Künstlerhaus der Stadt München — beide an der Höhenbergstraße.
Historische Badestelle direkt an der Würm
Eine der letzten rund 30 historischen Badeanstalten entlang der Würm und ihrer Kanäle — erstmals 1864 eröffnet, seit 1939 im Eigentum der Gemeinde Planegg, mit Liegewiese und einem Becken.