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Weilheim in Oberbayern

Zwölf Minuten mit dem Zug — die bequemste Stadt der Liste

Länge
1,8 km
Unterwegs
Halbtagestour

Weilheim ist keine Postkartenstadt, sondern eine funktionierende Kleinstadt mit einem ungewöhnlich geschlossenen Marktplatz — die bunten Bürgerhäuser mit Schweifgiebeln stehen weiter, als man es bei 23.000 Einwohnern erwartet. Pöltnerturm und Oberer Turm markieren noch die alten Stadtgrenzen. Im 17. Jahrhundert war Weilheim Zentrum einer eigenen Bildhauerschule; in der Stadtpfarrkirche stehen Arbeiten daraus.

Ein Halbtagsziel — gut mit Rädern im Zug zu kombinieren.
Details
StartWeilheim i. OB
AnfahrtWerdenfelsbahn direkt ca. 10–12 min · Auto ca. 20–25 min
CharakterMarienplatz, Stadtpfarrkirche, Pöltnerturm
EinkehrWirtshäuser am Marienplatz
Saisonganzjährig
Highlights
  • Marienplatz mit Schweifgiebeln
  • Stadttürme
  • Ammer-Radweg ab Weilheim

Zeitstrahl

1010

König Heinrich II. schenkt den Ort „Wilhain“ dem Kloster Polling — die älteste erhaltene Urkunde, die den Ort nennt.

1238

Weilheim wird erstmals als „oppidum“ (befestigter Ort) erwähnt, vermutlich planmäßig von Herzog Otto II. von Bayern gegründet.

ab Ende 16. Jh.

Die Weilheimer Bildhauerschule blüht auf, mit Georg Petel — dem „deutschen Michelangelo“ — und Hans Krumpper als bekanntesten Vertretern.

1624–1628

Die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt entsteht nach Plänen Hans Krumppers als erste freitragende Wandpfeilerkirche Süddeutschlands in einer Landstadt.

3. Mai 1810

Ein Blitzeinschlag löst einen Großbrand aus, der 120 Häuser in der Oberen Stadt zerstört — zwei Menschen sterben, das Kloster Wessobrunn hilft mit Bauholz beim Wiederaufbau.

Der Rundgang

  1. 1
    Bahnhof Weilheim

    Start des Rundgangs. Über Bahnhofgasse, Bahnhofstraße und Münchener Straße geht es in die Altstadt.

  2. 2
    Marienplatz

    Der Marienplatz ist der historische Hauptplatz des 1238 erstmals als „oppidum“ erwähnten, vermutlich planmäßig von Herzog Otto II. von Bayern gegründeten Orts. Die bunten Bürgerhäuser mit ihren Schweifgiebeln stehen dichter beieinander, als man bei einer 23.000-Einwohner-Stadt erwarten würde.

  3. 3
    Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt

    Hans Krumpper baute die Kirche 1624 bis 1628 als erste freitragende Wandpfeilerkirche Süddeutschlands in einer Landstadt, nach dem Vorbild von St. Michael in München. Johann Greithers Deckenbilder gelten als die ersten barocken ihrer Art nördlich der Alpen, gerahmt von frühem Wessobrunner Stuck. Zwei Altäre stammen von Franz Xaver Schmädl, dem letzten großen Vertreter der Weilheimer Bildhauerschule.

  4. 4
    Pöltnerturm

    Der Pöltnerturm markierte das südliche Stadttor der mittelalterlichen Befestigung — von den einst drei Stadttoren und dem „Türl“ ist er, neben dem Oberen Turm auf der Nordseite, einer der wenigen erhaltenen Reste. Rund ein Drittel der ursprünglichen Stadtmauer steht noch.

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