Kaum ist der Bahnhof Starnberg im Rücken, liegt der See schon hinter dem ersten Blick zurück – vorbei an den Schiffswiesen, benannt nach dem Bootshaus für das kurfürstliche Leibschiff „Carolina“ von 1803. Gleich dahinter kommt die steilste Rampe des Tages.
Danach wird es lange still: über Hanfeld und Frieding zieht die Strecke durch Wald und Weiden, bis nach rund zwanzig Kilometern der Turm von Andechs auftaucht. Der „Heilige Berg“ ist seit 1455 Kloster. Wer hier absteigt, tut es meist am Bräustüberl.
Hinter Andechs wird es wieder ruhig. Über den Höhenrücken beim Buttlerbühl führt der Weg durch Wald, bevor er sich zum Maisinger See hinunterschlängelt – seit 1941 eines der ältesten Naturschutzgebiete Bayerns.
Kurz vor Maising begleiten kleine Felsformationen die letzten Kilometer, dann fällt der Weg noch einmal spürbar ab. Wer noch Zeit hat, kehrt im Gasthaus Georg Ludwig ein oder, von Ende März bis Mitte Oktober, am Maisinger Seehof.