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Fünfseenland

Waldschmidtschlucht und Deixlfurter Weiher

Der Tutzinger Wanderweg X1 — die Haustürrunde

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Waldschmidtschlucht und Deixlfurter Weiher

Länge
6,8 km
Unterwegs
1:45 h
Anspruch
leicht, wenig Steigung

Die Schlucht ist ein schmaler, feuchter Einschnitt, der die Runde gleich zu Beginn aus dem Ort heraushebt — danach wird es flach und man läuft an der Weiherkette entlang. Weil fast alles im Wald liegt, funktioniert der Weg auch an bedeckten Tagen. Als offizieller Wanderweg X1 markiert, GPX und Faltblatt gibt es beim Tourismusverband.

Bei Nässe ist der Schluchtabschnitt matschig und rutschig. Feste Schuhe.
Details
StartBahnhof Tutzing oder Parkplatz am Rathaus
Anfahrtvor der Haustür
EinkehrTutzinger Hof (im Ortszentrum Tutzing) — in der Schlucht und an den Weihern keine Einkehr — erst wieder in Tutzing
Saisonganzjährig
Highlights
  • Enger Schluchteinstieg gleich am Ortsrand
  • Deixlfurter See
  • Rückweg durch den Martelsgraben

Diese Runde hat zwei Gesichter: eine enge, feuchte Schlucht auf dem Hinweg, eine zweite, kürzere auf dem Rückweg — dazwischen liegt flach und hell die Deixlfurter Weiherkette. Kaum ist man aus Tutzing heraus, kippt der Weg in den Kalkgraben, den man hier scherzhaft Siebenbrückenweg nennt. Früher lagen darin Tuff- und Tropfsteinhöhlen, bis der Eisenbahnbau sie 1865 zerstörte; übrig blieb die Schlucht selbst, heute Naturdenkmal und benannt nach dem Heimatschriftsteller Maximilian Schmidt, der sich „Waldschmidt“ nennen durfte.

Oben am Waldrand liegt Tutzing kurz tief unter einem, dann wird es für rund zwei Kilometer eben: die Deixlfurter Weiherkette. Das Münchner Opernsänger-Ehepaar Heinrich und Therese Vogl kaufte 1875 den Deixlfurter See samt Fluren und ließ mehrere Teiche neu aufschütten. Vogl zählte zu den gefeierten Wagner-Heldentenören seiner Zeit, sang beim ersten Bayreuther Ring und 1890 an der Met in New York.

Nach der Weiherkette biegt die Runde zur Kustermannstraße und dann noch einmal in den Wald – diesmal steil bergab, durch den Martelsgraben. Diese zweite, kürzere Schlucht ist die steilste Stelle des Tages, und bei Nässe wird der Boden hier rutschig.

Der letzte Kilometer führt über den Schluchtweg am Kino vorbei zurück zum Rathaus. Einkehr gibt es unterwegs keine, weder in der Schlucht noch an den Weihern – dafür im Ort selbst, etwa im Tutzinger Hof.

719 m662 m604 m 0 km7 km

604–719 m · 151 Hm Aufstieg · 6.7 km

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