Gleich hinter dem Bahnhof geht es zur Sache: ein kurzer, ruppiger Anstieg durch den Moränenwald, vorbei unterhalb der Ilkahöhe. Danach geht es überwiegend bergab, zuletzt auf einem so steilen Gefälle vor Pähl, dass die Bremsen mehr zu tun bekommen als die Waden.
In Pähl beginnt der eigentliche Charakter der Tour: vierzehn Kilometer fast ohne einen Höhenmeter, immer der Ammer entlang, mit Auwaldresten bei Unterhausen – erst kurz vor Weilheim taucht zwischen den Bäumen die Stadt auf.
Der Marienplatz mit der Mariensäule von Ignaz Degler ist das Herz der Altstadt; innen wartet Stuck der Wessobrunner Schule und die größte Barockmonstranz Deutschlands. Das Stadtmuseum, seit 1882 im alten Rathaus, ist ein guter Grund für eine Pause.
Nach Weilheim geht es in zwei kurzen Wellen hinauf auf die Magnetsrieder Hardt, wo Ende Juni Tausende Sumpf-Gladiolen blühen. Der steilste Anstieg der Tour liegt kurz vor Haunshofen, wo der Dorfwirt montags und dienstags zu hat.