PfaffenwinkelHalbtagestourVorher prüfen
Magnetsrieder Hardt
- Länge
- ca. 9,5 km
- Höhenmeter
- ca. 70 hm
- Unterwegs
- ca. 2:30 h
- Mit Anfahrt
- ca. 3:02 h
- Anspruch
- leicht
Am höchsten Punkt steht die Wallfahrtskapelle Maria Hilf von 1865, an der ein Kreuzweg endet; am Parkplatz erklären Lehrtafeln von WWF und Bund Naturschutz, wie die Moränenlandschaft entstanden ist. Das Schutzgebiet ist gut 90 Hektar groß und seit 1982 ausgewiesen. Ende Juni blüht hier die seltene Sumpf-Gladiole, und das Gebiet ist Lebensraum der Kreuzotter.
Naturschutzgebiet: auf den Wegen bleiben, Streuwiesen nicht betreten. Nach Regen sind die Naturwege schlammig, auf den Wiesenpassagen gibt es kaum Schatten.
Details
StartWanderparkplatz an der Hardtkapelle, Gemeinde Wielenbach
AnfahrtAuto ca. 16 min (10,7 km) · keine Bahnanbindung in Gehweite
CharakterÜberwiegend Schotter- und Naturwege
SaisonFrühjahr, Sommer, Herbst
Highlights- Hardtkapelle mit Lehrtafeln am Parkplatz
- Moorwannen und Streuwiesen
- Sumpf-Gladiolen Ende Juni und Anfang Juli
Neun Kilometer Rundweg, und fast alle Höhenmeter sitzen an einem einzigen Punkt: dem Hügel, auf dem die Hardtkapelle steht. Wer dort losgeht, verliert die Höhe fast sofort wieder und bekommt sie erst kurz vor der Ankunft zurück – dazwischen liegt eine der stillsten Landschaften des Pfaffenwinkels: lang gestreckte Hügelrücken aus der Eiszeit, dazwischen Moorwannen, in denen das Regenwasser bleibt statt abzufließen.
In den feuchten Mulden zwischen den Drumlins wachsen Streuwiesen, wie es sie anderswo kaum noch gibt – und Ende Juni, Anfang Juli blüht darin, was diese Runde berühmt gemacht hat: rund 24.000 Sumpf-Gladiolen, purpurrot, der bayernweit zweitgrößte Bestand dieser stark gefährdeten Art. Wo genug Licht auf den Boden fällt, wärmt sich zwischen den Halmen mitunter eine Kreuzotter.
Der Weg bleibt lange flach und zieht in weitem Bogen an ein paar Gehöften vorbei, die kaum mehr sind als das: Farchenbichl, Hardtwiese, ein paar Höfe zwischen den Wiesen, keine Dörfer. Irgendwo dazwischen steht eine der gut siebzig Impulstafeln, die den Pilgerweg Heilige Landschaft Pfaffenwinkel begleiten.
Erst auf dem letzten Kilometer wird es hügelig – ein kurzer Gegenanstieg, dann zügig hinunter zur Kapelle von 1865/66, die einer Sage nach einem Hirten ihre Existenz verdankt. Dahinter führt ein Kreuzweg aus buntem Tuffstein den Hang hinauf, davor erklären Schautafeln von WWF und BUND Naturschutz, wie diese Moränenlandschaft entstanden ist. Einkehren lässt sich hier nicht.