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Ilkahöhe-Rundweg

Der Inversionsbalkon vor der Haustür

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Ilkahöhe-Rundweg

Länge
6,4 km
Höhenmeter
130 hm auf / 125 hm ab
Unterwegs
ca. 1:30 h (kurz 45 min)
Anspruch
leicht

Bei Hochnebel steht man hier über der Suppe und sieht die Alpenkette vom Wendelstein bis zur Zugspitze. Die meisten fahren nur zum Wirtshaus hoch — die ganze Runde geht kaum jemand. Als Kurzvariante bis zum Parkplatz oben sind es 2,5 Kilometer. Wer weiter will: Die Fortsetzung zum Deixlfurter See ist eine eigene, längere Tour.

Details
StartBahnhof Tutzing
Anfahrtab Haustür, zu Fuß
CharakterWald- und Wiesenwege
EinkehrForsthaus Ilkahöhe (Di und Mi Ruhetag, direkt am Weg)
SaisonHerbst, Winter, Frühjahr
Highlights
  • Alpenpanorama
  • Historischer Ehrentempel

Vom Bahnhof Tutzing führt der Weg zunächst steil die Randmoräne hinauf, die der Würmgletscher hier zurückließ – mit fast 8 Prozent Steigung der giftigste Meter der ganzen Runde. Wer ihn hinter sich hat, hat den Tag im Grunde gewonnen: Durch eine Allee geht es zum Parkplatz und weiter auf den Höhenkamm der Ilkahöhe, mit dem Starnberger See tief unter sich und der Alpenkette dahinter.

Ihren Namen trägt die 726 Meter hohe Kuppe seit dem 19. Jahrhundert: Graf Carl von Vieregg, dem Schloss Tutzing gehörte, benannte sie nach seiner Tochter Ilka, die sich 1870/71 um verwundete Soldaten kümmerte. Davor hieß der Hügel Parzenbichl. Irgendwo im lichten Wäldchen auf dem Kamm stand bis in die 1970er Jahre ein achteckiger Ehrentempel mit Bronzebüste – errichtet für den Verleger Eduard von Hallberger, der 1869 Schloss Tutzing gekauft hatte. Der Tempel brannte ab, vermutlich durch Unfug von Jugendlichen; heute erinnert nur noch eine Gedenktafel daran.

Der Weg fällt zum Weiler Ilkahöhe ab, praktisch identisch mit Oberzeismering – keine 40 Menschen leben hier. Mitten drin liegt das Forsthaus Ilkahöhe: früher nur Försterwohnung mit Ausschank, seit rund 1950 Gastwirtschaft, seit 2015 mit Terrasse und Biergarten, dienstags und mittwochs geschlossen. Gleich daneben blitzt der Zwiebelturm der kleinen St.-Nikolaus-Kapelle durch die Bäume, urkundlich seit rund 1400 bezeugt. Der Rückweg über die Allee und einen letzten steilen Waldpfad bringt uns zurück zum Bahnhof. Wer die ganze Runde nicht gehen mag: Am Parkplatz oben ist auch einfach Schluss – dann sind es ab Tutzing nur 2,5 Kilometer bis zur Aussicht.

718 m666 m615 m 0 km6 km

615–718 m · 134 Hm Aufstieg · 6.4 km

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