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Fünfseenland

Possenhofen und die Roseninsel

Elisabethweg am Ufer, Glocke läuten, Fähre kommt

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Possenhofen und die Roseninsel

Länge
ca. 6 km als Runde
Unterwegs
ca. 2 h ohne Inselbesuch
Mit Anfahrt
ca. 2:16 h
Anspruch
leicht, Uferweg

Das Schloss selbst ist privat, man geht daran vorbei — der eigentliche Weg ist der Uferpfad, den sie hier Elisabethweg nennen. Die Fähre legt nicht in Possenhofen ab, sondern zwei Kilometer weiter südlich am Glockensteg im Park Feldafing, gegenüber der Insel. Wer gerade drüben ist, läutet die Glocke am Steg, dann wird man abgeholt. Sie fährt vom 1. Mai bis 15. Oktober, von Juni bis Mitte September zwischen 10 und 18 Uhr, sonst ab 11 Uhr; montags nur von 12 bis 17 Uhr und nur bei schönem Wetter. Die Überfahrt kostet 5 Euro, Kinder bis zwölf Jahre zahlen 1 Euro. Zurück geht es über den Lenné-Park und die Wolfsschlucht.

Kein fester Fahrplan, etwa drei bis vier Fahrten pro Stunde; eine halbe Stunde vor Betriebsende wird niemand mehr übergesetzt. Hunde und Fahrräder dürfen nicht auf die Insel. Die Casino-Fassade wird bis voraussichtlich Oktober 2026 saniert.
Details
StartS-Bahnhof Possenhofen
AnfahrtS6 zwei Stationen ab Tutzing · Auto ca. 8 min (5,9 km)
EinkehrStrandbad Feldafing (direkt am Weg, nur Barzahlung)
SaisonFrühjahr, Sommer, Herbst
Highlights
  • Casino und Rosengarten nach Plänen von Lenné
  • Pfahlbaureste im See als UNESCO-Welterbe
  • Rückweg durch die Wolfsschlucht

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts hieß die Insel schlicht Wörth. König Maximilian II. erwarb sie 1850 und ließ von Architekt Eduard Riedel eine Villa im pompejanisch-bayerischen Stil errichten, das „Casino“ (fertiggestellt 1853). Landschaftsarchitekt Peter Joseph Lenné gestaltete die Anlage, im Zentrum ein ovaler Rosengarten — daher der heutige Name.

Maximilians Sohn Ludwig II. empfing hier hochrangige Gäste, darunter die russische Zarin Maria Alexandrowna und den preußischen Kronprinzen Friedrich III. Privat traf er sich auf der Insel wiederholt mit seiner Cousine, der österreichischen Kaiserin Elisabeth (Sisi), die ihre Jugend im nahen Possenhofen verbracht hatte — Luchino Visconti verfilmte diese Begegnungen 1972.

Geschichte

Nach Ludwigs Tod 1886 verfiel die Insel jahrzehntelang, 1970 übernahm der Freistaat Bayern das Anwesen. Erst nach einer Restaurierung ab 1997 öffnete die Roseninsel 2003 für die Öffentlichkeit — heute zählt sie außerdem als UNESCO-geschütztes Pfahlbauten-Gebiet.

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