Diese Runde zeigt den Starnberger See erst spät. Start ist Degerndorf, wo die Wege am Maibaum vor der Kirche St. Michael zusammenlaufen. Eine Gedenktafel erinnert an acht Opfer der Sendlinger Mordweihnacht von 1705, die Kirche markiert zugleich einen Abschnitt des Todesmarschs von KZ-Häftlingen aus Dachau 1945.
Die ersten Kilometer rollen sanft durch Berg mit seiner kleinen Barockkirche, dann kippt der Weg steil hinunter in die Loisach-Talung. Unten wird es eben, Gravel und Nebenstraßen durch Wald und Moor, vorbei an Mooseurach und dem Auerfilz.
Nach rund 40 Kilometern öffnet sich rechts ein Labyrinth aus zwanzig kleinen Seen: die Osterseen, seit 1981 Naturschutzgebiet. Kurz darauf endlich der große See, bei Sankt Heinrich – mit einer der wenigen Badestellen der Tour.
Der letzte nennenswerte Anstieg kommt kurz vor Schluss: hinauf zum Fürst-Tegernberg, 718 Meter, wo die Maria-Dank-Kapelle steht, gebaut aus Dankbarkeit, dass ein abgestürzter Bomber im Dezember 1944 dem Dorf nichts anhaben konnte.