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Erinnerungsort Badehaus
- Öffnung
- Fr 9–17, Sa/So 13–17 Uhr
Museum im ehemaligen Badehaus des Lagers Föhrenwald: ab 1940 NS-Siedlung für Rüstungsarbeiter, ab September 1945 „Jewish Displaced Person Center“, zwischen 1946 und 1948 mit ungefähr 5.600 Bewohnern eines der größten DP-Lager der amerikanischen Besatzungszone — und das europaweit am längsten bestehende. Geöffnet ist freitags von 9 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 13 bis 17 Uhr, montags ist geschlossen. Gebuchte Führungen sind von Dienstag bis Sonntag zwischen 9 und 17 Uhr möglich.
Zum Baujahr der Siedlung widersprechen sich die Quellen: Wikipedia schreibt „erbaut 1939“, der Erinnerungsort selbst „ab 1940“. Auch beim Datum der Umbenennung nennt Wikipedia zwei Angaben: 7. November 1957 im Fließtext, 1958 in der Einleitung.
Details
StartKolpingplatz 1, Wolfratshausen-Waldram
AnfahrtBahn mit Umstieg in München (S7) · Auto ca. 40 min
Saisonganzjährig
Highlights- Ungefähr 5.600 Bewohner 1946–48
- Europaweit am längsten bestehendes DP-Lager
- Museum seit 2018
Die Siedlung Föhrenwald entstand für Arbeiter der Rüstungsindustrie — Wikipedia datiert den Bau auf 1939, der Erinnerungsort selbst auf „ab 1940“. Im September 1945 erklärte die amerikanische Militärverwaltung das Lager zum „Jewish Displaced Person Center“.
Zwischen 1946 und 1948 lebten hier ungefähr 5.600 Menschen. Föhrenwald war damit eines der größten DP-Lager in der amerikanischen Besatzungszone und dasjenige, das europaweit am längsten bestand. Von den dort Lebenden wurde die Siedlung „Schtetl“ genannt; es gab eine Volksschule, eine Berufsschule, eine Religionsschule und mehrere Synagogen für die verschiedenen jüdischen Glaubensrichtungen.
Ab April 1956 wurden zunehmend geflüchtete und heimatvertriebene, zumeist katholische Familien angesiedelt, so dass bis Anfang 1957 beide Gruppen gemeinsam auf dem Gelände lebten. Die letzten 700 bis 800 jüdischen Bewohner mussten das Lager im Februar 1957 zwangsweise verlassen. Mit Wirkung vom 7. November 1957 genehmigte die Bayerische Staatsregierung die Umbenennung in „Waldram“.
Seit 2018 erzählt das Museum Erinnerungsort Badehaus im ehemaligen Badehaus des Lagers diese Geschichte.