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Blick über den Staffelsee nach Süden auf die Alpenkette. Foto: Ermell, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
45 Ziele · Anfahrt 0 bis 75 min · 29 ohne Auto erreichbar
Nördlich liegt das Murnauer Moos, mit 32 Quadratkilometern das größte zusammenhängende, naturnah erhaltene Moorgebiet Mitteleuropas. Südlich davon steigen die Ammergauer Alpen auf, ein Gebirge von rund 30 mal 30 Kilometern zwischen Lech und Loisach; höchster Gipfel ist der Daniel mit 2.340 Metern. Nahe am Alpenrand tritt flächendeckend Flysch zutage — das ergibt gerundete, bewaldete Berge mit Voralpencharakter, überwiegend Waldberge und kein Almgelände. Deshalb kann man hier einen Moorlehrpfad gehen oder tausend Höhenmeter machen, ohne die Gegend zu wechseln.
„Blaues Land“ ist kein Landschaftsname, sondern ein Herkunftsname: Er geht auf die Künstler um den Blauen Reiter zurück, die die Lichtstimmungen, Seen und Berge rund um Murnau malten. Gabriele Münter lebte von 1909 bis zu ihrem Tod in Murnau, Kandinsky verbrachte dort von 1909 bis 1914 die Sommermonate. Heute ist „Das Blaue Land“ eine Tourismusregion aus neun Gemeinden um Murnau und den Staffelsee.
Der dritte Teil ist der Kochelsee: 5,9 Quadratkilometer auf 600 Metern, bis 65,9 Meter tief, in der Würmeiszeit vom Isar-Loisach-Gletscher ausgeschürft — von Tutzing aus das nächstgelegene Bergseeufer überhaupt. Wofür die Region taugt: für lange Tage mit gemischtem Gelände, für schlechtes Wetter und fürs Rad. Wofür sie weniger taugt: für hochalpine Ambitionen. Wer Fels und Firn will, fährt eine Region weiter nach Werdenfels. Und wer in den Kern des Ammergebirges will, muss wissen, dass ein Großteil davon im 288 Quadratkilometer großen Naturschutzgebiet Ammergebirge liegt — dem größten Naturschutzgebiet Bayerns.