Wer in Grafenaschau losfährt, hat den Anstieg gleich vor sich: Auf Forststraßen zieht der Weg durch den Wald steil bergauf. Der Wald hält fast die ganze Zeit Schatten, ehe die Strecke bei der unbewirtschafteten Angerl-Hütte kurz abfällt und dann noch einmal hinaufzieht bis zum Sattel „Bei den drei Marken“, mit Blick auf Kofel und Pürschling.
Gleich hinter dem Sattel wird es noch einmal giftig: Auf losem Schotter geht es steil und ruppig hinunter, bevor der Weg breiter wird und lange bergab bei Unterammergau die Ammer erreicht.
Am Fluss entlang bleibt es dann lange eben – vorbei an den stillen Streuwiesen und Moorflächen des Kochelfilz, wo sich keine Einkehr findet. Bei Altenau quert die Runde die Deutsche Alpenstraße, ehe sie noch einmal ansteigt.
Kurz vor Bad Kohlgrub liegt ein Aussichtspunkt, dann erreicht die Tour das höchstgelegene Moorheilbad Deutschlands: Seit 1948 darf sich der Ort „Bad“ nennen. Danach geht es auf den letzten gut sechs Kilometern beinahe nur noch bergab zurück nach Grafenaschau.