Wer am Forsthaus Unternogg lostritt, biegt gleich ins Halbammertal ein und folgt dem jungen Fluss stromauf. Kurz vor Kilometer acht wird es für ein paar hundert Meter richtig steil, dann ist der Anstieg erledigt: Der höchste Punkt liegt auf rund 1170 Metern, mehr als zwei Kilometer entfernt vom eigentlichen Gipfel der Hohen Bleick.
Der Abstieg auf der Ostseite ist die Kehrseite: Gegen Kilometer 16 wird es mit über 18 Prozent so steil wie sonst nirgends. Danach flacht alles ab, der Weg begleitet die Halblech durchs gleichnamige Tal hinunter ins Ostallgäu, nach Trauchgau, erstmals 1257 urkundlich erwähnt.
Kurz dahinter, an der Trauchgauer Almstube, ist Zeit für eine Pause: Sonnenterrasse, bayerische Schmankerl (Mi/Do geschlossen). Von dort geht es wieder bergan, über den Hainzenbichel und durch den Weiler Schober auf eine zweite, sanftere Kuppe.
Der letzte Abstieg führt zurück nach Unternogg, wo kurz vorm Ziel die Mauerreste eines alten Bunkers zwischen den Bäumen auftauchen. Am Forsthaus wartet ein Biergarten – allerdings nur zur Selbstversorgung.