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Schleifmühlklamm

Die stille Alternative zur Partnachklamm

Länge
1,4 km (mit Wetzsteinbrüchen 5–6 km)
Höhenmeter
107 hm
Unterwegs
0:35 h
Mit Anfahrt
ca. 2:15 h
Anspruch
leicht, stellenweise Trittsicherheit

Viele kleine Wasserfälle, ein restauriertes Mühlenhaus zum Wetzstein-Schleiferhandwerk und aufgelassene Steinbrüche — eines der schönsten Geotope Bayerns. Im Winter Eisformationen. Wetzstein-Vorführungen am zweiten Samstag im Monat, Juni bis September.

Bei Nässe wird der Weg matschig. Im Winter sind die Stege und Stufen durch die Klamm bei Schnee und Eis unangenehm zu gehen — gesperrt ist sie aber nicht. Als Verlängerung bietet sich das Steckenbergkreuz an.
Details
StartParkplatz Pürschling, Unterammergau
AnfahrtAuto ca. 50 min, Bahn bis Unterammergau plus 20 min Fußweg
CharakterKlamm über Treppen und Brücken
Einkehrder Gasthof Schleifmühle ist nur noch für Veranstaltungen buchbar — am Rundweg derzeit keine offene Einkehr
Saisonganzjährig
Highlights
  • Wetzsteinmühle
  • Wetzsteinbrüche
  • Eisformationen im Winter

Steht auch unter Am Wasser

Vom 15. bis ins 20. Jahrhundert nutzten Mühlen an der Schleifmühlenlaine die Wasserkraft, um Wetzsteine herzustellen. Das Rohmaterial — kieselsäurereicher Kalkstein — kam aus Steinbrüchen am Schartenköpfel gleich nebenan; hoher Quarzanteil machte den Stein ideal zum Schärfen von Sensen und Werkzeugen.

Die Klamm ist offiziell als bayerisches Geotop ausgezeichnet (Kennung 180A015). Ein gut ausgebauter Steg- und Treppenweg ab der Schleifmühlkapelle macht die unteren Gumpen auch für ungeübte Wanderer zugänglich; die historische Mühle ist heute ein kleines Museum.

Geschichte

Der Wetzstein steckt bis heute im Gemeindewappen von Unterammergau — sichtbares Erbe eines Handwerks, das über fünf Jahrhunderte lang die örtliche Wirtschaft prägte.