Diese Runde hat zwei Gesichter: erst kilometerlang beinahe eben durchs Moor, dann hinauf zum höchstgelegenen Moorbad Deutschlands. Vom Bahnhof Murnau geht es fast ohne Umweg ins Grüne, vorbei am Gabriele-Münter-Platz – hier lebte die Malerin ab 1909.
Was folgt, ist das Murnauer Moos: das größte zusammenhängende, naturnah erhaltene Moorgebiet Mitteleuropas, auf Schotter- und Kieswegen so eben, dass man kaum merkt, wie die Kilometer vergehen.
Erst hinter Grafenaschau beginnt der einzige nennenswerte Anstieg: gemächlich zunächst, dann spürbarer, bis man auf über 800 Metern bei Bad Kohlgrub ankommt, dem höchstgelegenen Moorheilbad Deutschlands. Direkt bei Sprittelsberg fällt der Weg unvermittelt steil ab.
Danach führt der Weg durchs Achtal, hinein ins Naturschutzgebiet am Westufer des Staffelsees. In Uffing, mit der Kirche St. Agatha im Ortskern, ist Zeit für eine Rast am Wasser, ehe die Runde flach über Riedhausen zurück nach Murnau führt.