Wer in Sindelsdorf lostritt, hat den Guglhör-Höhenweg wie eine Welle vor sich: erst hinauf auf den Rücken über dem Blauen Land, dann lange am Wasser entlang, zum Schluss durch stillen Mühlenwald zurück. Gleich hinter dem Schießsportzentrum wird es für ein paar hundert Meter richtig knackig.
Kaum ist der Kamm erreicht, geht es auf der Ostseite noch einmal ordentlich bergab, ehe der Weg bei der Bergwirtschaft Guglhör zur Ruhe kommt – dem Biergarten mit dem Panorama, dem die Tour ihren Namen verdankt. Weiter unten erreicht der Weg den Froschhauser See, nur einen schmalen Landstreifen vom Riegsee getrennt.
Der Riegsee selbst, der größte bayerische See ohne oberirdischen Zu- oder Abfluss, gehört seit 1910 größtenteils der Fischerei der Familie Poschinger-Camphausen. Hinter Hofheim beginnt der ruhigste Teil der Runde: über acht Kilometer fast eben durch den Wald des Pfaffenwinkels.
Nach dem Moor Alter Filz sinkt der Weg sacht ab, vorbei an den Mühlweilern von Habach – Obermühle, Jaudenmühle, Thomamühle –, bis er flach am Weilbergweiher wieder in Sindelsdorf ankommt.