Von der Kirche in Sindelsdorf geht es zunächst hinaus in die Ebene – zwölf Kilometer, kaum ein Höhenmeter, vorbei an Großweil und Schlehdorf. Sindelsdorf selbst: Zwischen 1909 und 1914 lebte hier Franz Marc, hier entstand sein „Turm der blauen Pferde“.
In Kochel am See führt der Weg am Friedhof vorbei, in dem Franz Marc und seine Frau Maria liegen. Dann beginnt der erste Anstieg, am Lainbach entlang, bis oben die Kotalm liegt: eine unbewirtschaftete Alm auf gut 1100 Metern.
Nach der Abfahrt kommt der zweite Anstieg, vorbei an der Lainlalm – Hausgemachtes vom eigenen Hof, dienstags Ruhetag. Der Weg zieht weiter hinauf auf den Rücken um die Pessenbacher Schneid, ausgesetzt und mit freiem Blick. Dann kippt die Strecke: technisch und felsig geht es hinunter, vorbei an der Orterer Alm am Rabenkopf (Fr–So, Juni–Oktober).
Unten im Weiler Ort lohnt ein Blick in die kleine Dorfkapelle, deren Altar Ignaz Günther zugeschrieben wird. Von hier ist es wieder flach – gut elf Kilometer durchs Moor der Filze zurück nach Sindelsdorf.