Ammergauer AlpenTagestourVorher prüfen
Kramerspitz über die Stepbergalm
- Länge
- 39 km
- Höhenmeter
- 1.520 hm
- Unterwegs
- ca. 5 h bewegt
- Mit Anfahrt
- ca. 6:40 h
- Anspruch
- Rad mittel bis schwer
Erst flach an Loisach und Bahnstrecke entlang, dann über die Elmaustraße zum Rotmoossattel und weiter über einen grobschottrigen Karrenweg zur Stepbergalm. Dort bleiben die Räder, und der Kramersteig führt in gut anderthalb Stunden zum Gipfel. Von den 39 Kilometern entfallen 34 auf das Rad und 5 auf den Fußweg, von den 1.520 Höhenmetern 1.100 auf das Rad und 420 auf die Beine. Der Kramer ist kein Geheimtipp, aber über die Stepbergalm ist er der schnellste — die reinen Wandervarianten brauchen sieben bis acht Stunden.
Die 450 Höhenmeter von der Rotmoosalm zum Stepbergsattel sind die Schlüsselstelle: geröllhaltiger Schotter und steile ausgewaschene Spitzkehren, für technisch Unsichere Schiebestrecke. Am Gipfel ein kurzes, teils seilgesichertes ausgesetztes Gratstück. Der Karrenweg ist Versorgungsweg — es kann ein Quad entgegenkommen.
Details
StartParkplatz Breitenau, Garmisch-Partenkirchen
AnfahrtWerdenfelsbahn ca. 50 min direkt, Auto ca. 50–55 min
Charakterflach an der Loisach, dann Elmaustraße und Karrenweg
EinkehrStepberg-Alm (Mai bis Oktober, Mo Ruhetag) — nur Barzahlung, kein E-Bike-Laden SaisonSommer, Herbst
Highlights- Kramerspitz 1.985 m
- Stepbergalm mit Zugspitzblick
Diese Runde beginnt wie ein gemütlicher Radausflug an der Loisach und endet wie eine Bergtour mit Stahlseil am Gipfelgrat. Vom Parkplatz Breitenau rollt es erst flach am Fluss entlang, unter schattigen Bäumen und an der Ochsenhütte vorbei – auf den ersten sieben Kilometern kaum ein Höhenmeter, Zeit genug, sich noch nicht auf die zweite Tageshälfte einzustellen.
Dann kippt der Charakter der Tour. Über die Elmaustraße geht es auf breitem Schotter beständig bergauf, vorbei an der Rotmoosalm im Wald. Je höher, desto grobschottriger und ausgewaschener wird der Karrenweg – ein Versorgungsweg, auf dem einem auch mal ein Quad entgegenkommt, und an den steilen Spitzkehren steigt so mancher lieber ab und schiebt. Nach dieser langen Auffahrt steht das Rad an der Stepbergalm, auf gut 1.600 Metern mit Blick zur Zugspitze – hier endet die Fahrt, und die Wanderung beginnt.
Der Kramersteig führt von der Alm steil über ausgewaschene Wiesenpfade und Geröllrinnen zum Grat, vorbei am Schmalzbichl-Bankerl, einem beliebten Rastplatz mit Aussicht, und am Predigtstuhl, der links liegen bleibt. Dann wird der Pfad schmal: Die letzten hundert Höhenmeter sind ausgesetzt und mit Stahlseilen gesichert, kein Ort für wacklige Knie. Wer durchhält, steht nach gut anderthalb Stunden auf dem Gipfelkreuz der Kramerspitz, 1.985 Meter über dem Loisachtal, aus hellem Dolomitgestein, mit Zugspitzmassiv, Wettersteingebirge, Karwendel und weit dahinter der Ebene Richtung München im Blick.
Der Rückweg führt auf derselben Linie zurück, und wer den Karrenweg schon beim Hochfahren als Schiebestrecke empfand, wird ihn bergab kaum entspannter finden. Die Stepbergalm hat von Mai bis Oktober geöffnet, montags Ruhetag, nur Bargeld – ein guter Grund, rechtzeitig loszufahren und die Rast nicht zu verpassen.