EstergebirgeTagestourVorher prüfen
Hoher Fricken ab Garmisch
- Länge
- 17,5 km
- Höhenmeter
- 1.160 hm
- Unterwegs
- ca. 5:30 h
- Mit Anfahrt
- ca. 7:10 h
- Anspruch
- Rad mittel, zu Fuß T2–T3
Mit dem Rad hinauf zum Sattel Frauenmahd zwischen Wank und Fricken auf rund 1.190 Metern, dann zu Fuß über Waldpfad und Latschen zum Gipfel und als Runde über die Ostflanke zurück. Auf das Rad entfallen 10 der 17,5 Kilometer und 550 der 1.160 Höhenmeter, auf den Fußteil 7,5 Kilometer und 610 Höhenmeter. Der Weg auf den Fricken ist nicht ausgeschildert — man folgt zunächst der Beschilderung Richtung Bischof, die Abzweigung ist eine leicht zu übersehende Haarnadelkurve. Genau deshalb ist hier deutlich weniger los als auf den Nachbargipfeln.
Das letzte Drittel der Auffahrt hat bis zu 36 Prozent Steigung; ohne E-Antrieb ist das hart. Auf dem Grat gibt es keine Wasserstelle.
Details
StartWankbahn-Talstation, Garmisch-Partenkirchen
AnfahrtWerdenfelsbahn ca. 50 min direkt, Auto ca. 50–55 min
CharakterAsphalt und Schotter bis zum Sattel, dann Waldpfad und Latschengrat
SaisonSommer, Herbst
Highlights- Hoher Fricken 1.940 m
- Gratstück Richtung Bischof
- Esterbergalm
Diese Tour hat zwei Gesichter, und dazwischen steht ein Baum. Von der Wankbahn-Talstation schraubt sich ein Schotterweg stetig durchs Estergebirge nach oben, vorbei an den letzten Wiesen und in den Wald hinein, bis er in einer flachen Mulde endet – kaum als Sattel zu erkennen, von ein paar Fichten umstanden. Hier lehnt künftig das Rad, und wer weiter will, geht zu Fuß: durch Latschen, über Geröll, auf einen Gipfel, an dem sonst kaum jemand vorbeikommt.
Der Radteil beginnt harmlos und wird nach der ersten Stunde ernst: Kehre um Kehre, zuletzt so steil, dass ohne Motor kaum noch getreten, sondern geschoben wird. Ausgeschildert ist der Weg zunächst nur Richtung Bischof – die Abzweigung zum Fricken selbst ist eine unscheinbare Haarnadelkurve, an der offenbar die meisten vorbeifahren. Genau das erklärt, warum hier so wenig los ist, verglichen mit den Nachbargipfeln rund um Garmisch.
Am Sattel – er heißt auf der Karte Frauenmahd, zwischen Wank und Fricken gelegen – beginnt der zweite Teil des Tages. Ein kurzes, giftiges Stück verlangt noch einmal Kondition und stellenweise die Hand am Fels, dann liegt der Latschengrat flach vor einem, und der Blick reicht zum Wettersteinkamm, zum Karwendel, über die Ammergauer Alpen und nach Norden zu den Seen im Alpenvorland. Am Gipfelkreuz ist es fast immer still.
Zurück geht es über die Ostflanke, in weiten Kehren hinunter zum Sattel und zum wartenden Rad. Unterwegs liegt, einen kurzen Abstecher wert, die Esterbergalm wie eine Märchenwiese im Wald – nur zahlt man dort bar, und dienstags wie mittwochs bleibt die Tür zu. Von hier rollt das Rad zügig zurück ins Tal, auch wenn der Tag als Ganzes seine Zeit braucht.