Ausflüge ab TutzingVersteckte Highlights im Voralpenland
WettersteingebirgeVorher prüfen

Garmisch-Partenkirchen und die Partnachklamm

Zwei Orte, 1935 zwangsvereinigt — Partenkirchen ist die stimmigere Hälfte

Länge
7,6 km
Unterwegs
Tagestour

Garmisch und Partenkirchen sind bis heute zwei getrennte Orte mit unterschiedlichem Charakter — die Ludwigstraße in Partenkirchen ist die deutlich stimmigere Seite mit durchgehend bemalten Fassaden, während Garmisch moderner und kommerzieller ist. Die Partnachklamm ist 700 Meter lang und bis zu 80 Meter tief, mit in den Fels gehauenen Galerien, aus denen es einem permanent ins Genick tropft. Das Olympia-Skistadion mit den Sprungschanzen steht direkt am Klamm-Zugang.

Feste Schuhe für die Klamm — es ist nass und kalt. Bei Hitze ist sie das kühlste Ziel der Liste.
Details
StartGarmisch-Partenkirchen
AnfahrtWerdenfelsbahn direkt ca. 45–55 min · Auto ca. 55–65 min
CharakterMarienplatz, Ludwigstraße, Werdenfels-Museum, Olympia-Skistadion
EinkehrKaiserschmarrn Alm oberhalb der Klamm oder Ludwigstraße
Saisonganzjährig
Highlights
  • Partnachklamm
  • Ludwigstraße in Partenkirchen
  • Olympia-Skistadion

Zeitstrahl

15 v. Chr.

Die Römer bauen nach der Eroberung der Alpenregion die Via Raetia aus, die Augsburg über Partenkirchen und den Brenner mit Bozen verbindet — die Keimzelle der Handelsroute, der die heutige Ludwigstraße noch folgt.

802

Garmisch wird erstmals urkundlich erwähnt.

1288

Die Alte Pfarrkirche St. Martin in Garmisch ist erstmals als Pfarrkirche belegt.

1303

Partenkirchen erhält das Marktrecht und wird Warenumschlagplatz auf der Route Venedig–Augsburg.

1730–1734

Die Neue Pfarrkirche nach Plänen von Joseph Schmuzer wird gebaut und löst die Alte Pfarrkirche als Ortszentrum Garmischs ab.

1811 und 1865

Zwei große Stadtbrände zerstören weite Teile Partenkirchens — der Wiederaufbau prägt die Ludwigstraße bis heute.

1. Januar 1935

Garmisch und Partenkirchen werden unter massivem Druck der NSDAP zwangsvereinigt — Vorbereitung für die Olympischen Winterspiele im Folgejahr.

1936

Die Olympischen Winterspiele stellen mit 636 Teilnehmern aus 28 Nationen einen Rekord auf; die für 1940 geplanten Spiele fallen dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer.

Der Rundgang

  1. 1
    Bahnhof Garmisch-Partenkirchen

    Start des Rundgangs. Über die Bahnhofstraße und am Kurpark entlang geht es zunächst nach Garmisch hinein.

  2. 2
    Marienplatz und Alte Pfarrkirche St. Martin

    Garmisch selbst ist seit 802 urkundlich belegt. Die Alte Pfarrkirche St. Martin daneben ist seit 1288 als Pfarrkirche nachgewiesen, ihre gotischen Fresken aus dem 13. bis 16. Jahrhundert wurden erst 1877 im Chor und bis 1915 im Langhaus entdeckt und zwischen 1990 und 2000 restauriert. Als die Kirche im 18. Jahrhundert zu klein wurde, entstand 1730 bis 1734 die Neue Pfarrkirche nach Plänen von Joseph Schmuzer als neues Ortszentrum.

  3. 3
    Ludwigstraße

    Über Hindenburgstraße hinüber nach Partenkirchen: Die Ludwigstraße folgt fast genau dem Verlauf der römischen Handelsroute nach Venedig. 1303 erhielt Partenkirchen das Marktrecht. Die heutigen bemalten Fassaden — Lüftlmalerei genannt, nach dem Fassadenmaler Franz Seraph Zwinck, der meist in luftiger Höhe arbeitete — stammen größtenteils vom Wiederaufbau nach zwei großen Stadtbränden 1811 und 1865.

  4. 4
    Werdenfels-Museum

    Wenige Schritte weiter am Rathausplatz: Der Holzschnitzlehrer Anton Kiendl legte ab 1895 die Sammlung an, aus der das heutige Museum mit über 10.000 Exponaten zur Kultur- und Handwerksgeschichte des Werdenfelser Lands hervorging.

  5. 5
    Olympia-Skistadion

    Über Mittenwalder Straße und den Stiefelfeld-Fußweg zum Olympia-Skistadion mit seinen Sprungschanzen — Schauplatz der Olympischen Winterspiele 1936. Direkt daneben beginnt die Partnachklamm, der die Seite eine eigene Detailseite widmet.

Route als GPX herunterladen — eigene Route, Wegführung berechnet mit OpenStreetMap-Daten (ODbL)