Ausflüge ab TutzingVersteckte Highlights im Voralpenland
Die Regionen

Werdenfels & Wetterstein

Hier hört das Vorland auf: Gipfel, Klammen und Seen, die kalt, tief und türkis sind.

Blick vom Eckbauer bei Garmisch-Partenkirchen auf den Kamm des Wettersteingebirges. Foto: Sarahhoa, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

32 Ziele · Anfahrt 35 bis 90 min · 29 ohne Auto erreichbar

Namensgeber ist die Burg Werdenfels, zwischen 1180 und 1230 nordwestlich von Garmisch-Partenkirchen erbaut, um den Handelsweg durchs Loisachtal zu sichern; die Grafschaft Werdenfels fiel 1294 an das Hochstift Freising und blieb dort bis 1803. Sechs Gemeinden gehören dazu: Garmisch-Partenkirchen, Farchant, Grainau, Krün, Wallgau und Mittenwald. Das Wettersteingebirge darüber besteht überwiegend aus triassischem Wettersteinkalk, ist stark verkarstet und trägt mit der Zugspitze auf 2.962 Metern den höchsten Berg Deutschlands. Östlich davon, zwischen Loisach- und Isartal, liegt das kleinere und deutlich leerere Estergebirge: rund 101 Quadratkilometer, höchster Punkt der Krottenkopf mit 2.086 Metern, eines der größten zusammenhängenden Karstgebiete der Bayerischen Alpen.

Das Wasser hier ist kalt, tief und türkis. Der Walchensee ist mit 16,3 Quadratkilometern und 189,5 Metern Tiefe einer der tiefsten und größten Alpenseen Deutschlands, liegt auf 800,8 Metern und verdankt seine türkisgrüne Färbung dem hohen Kalkgehalt; acht bis zehn Meter Sichttiefe sind normal. Er wirkt als Wärmespeicher, weshalb sich im Sommer meist um die Mittagszeit ein thermischer Wind der Stärke 3 bis 4 aufbaut — die Grundlage des Surfreviers. Das Walchenseekraftwerk nutzt seit 1924 die rund 200 Meter Höhenunterschied zum Kochelsee. Der Eibsee am Fuß der Zugspitze liegt auf 973 Metern, misst 1,77 Quadratkilometer und hat acht kleine Inseln — Folge eines Bergsturzes von der Zugspitze.

Wofür diese Region taugt: für ganze Tage zu Fuß. Wofür sie nicht taugt: für den Feierabend und für Regen. Das nächste Ziel liegt gut eine halbe Stunde entfernt, das entfernteste anderthalb, und der Schlechtwettervorrat ist dünn — bei Dauerregen ist man im Blauen Land oder im Pfaffenwinkel besser aufgehoben. Bemerkenswert ist dagegen, wie viel sich hier ohne Auto erreichen lässt, in einer Gegend, die fast nur aus Gipfeln und Klammen besteht.

Was ist wo?

Die Startpunkte auf der Karte

Jeder Punkt steht für einen oder mehrere Startorte; die Zahl in der Marke sagt, wie viele Ziele dort zusammenkommen. Überfahren oder antippen zeigt, welche es sind, und beim Hineinzoomen teilen sich die Marken wieder auf. Wer lieber liest: Unter der Karte stehen ohnehin alle Ziele.

1 Ziel ist nicht auf der Karte: Für sie ist in OpenStreetMap kein Startpunkt verzeichnet. In der Liste darunter stehen sie.

Ein Messpunkt für eine ganze Landschaft: die Mitte der eingezeichneten Startpunkte. Zwischen Talboden und Grat liegen leicht mehrere Grad — für eine Bergtour bleibt der Bergwetterbericht maßgeblich.

Wo man startet

Drei Orte in dieser Gegend

Die Gemeinden und Tourismusverbände stellen eigene Wandertipps und Tourenvorschläge zusammen — mehr, als hier je stehen könnte.

Grainau

Grainau liegt am Fuß der Zugspitze; der Eibsee-Rundweg und der Weg durch die Höllentalklamm ab Hammersbach beginnen auf Gemeindegebiet. Die Gemeinde sortiert ihre Bergtouren nach leicht, mittelschwer und schwierig.

Eschenlohe

Fünf Ziele dieser Region starten in Eschenlohe: Asamklamm, Osterfeuerkopf, Hohe Kisten, das Finzbachtal und die Umrundung des Estergebirges — alle vom Bahnhof aus erreichbar. Die Tourist-Information gehört zur Ferienregion ZugspitzLand.

Alles auf einen Blick

32 Ziele in dieser Gegend

Nach Aufwand geordnet — von der Feierabendrunde bis zur Tagestour. Die Filter darunter grenzen ein, was gerade passt.

Kategorie
Aufwand
Saison
Länge
alle
Höhenmeter
alle
Wetterlage

Was die Zeichen auf den Karten bedeuten

Art des Ausflugs

  • Mit dem Rad
  • Zu Fuß
  • Am oder auf dem Wasser
  • Sehenswürdigkeit oder Museum
  • Veranstaltung mit festem Termin

Form

  • Rundtour — Start und Ziel am selben Ort
  • Streckentour — Rückfahrt einplanen
  • Ein Ziel, keine Tour

Unterwegs

  • Einkehr unterwegs
  • Ohne Auto erreichbar

Jahreszeit

  • Im Frühjahr
  • Im Sommer
  • Im Herbst
  • Im Winter
  • Das ganze Jahr über

Wetterlage

  • Geht auch bei Regen
  • Auch bei Hitze angenehm — Schatten oder Wasser
  • Bei Hochnebel über der Nebelgrenze
  • Geht bei Schnee und Frost

Halbtagestouren

3 bis 4,5 Stunden
Estergebirge

Asamklamm-Rundgang, Eschenlohe

Klamm ohne Eintritt und ohne Massenbetrieb

Länge
ca. 7,4 km
Höhenmeter
ca. 120 hm
Unterwegs
ca. 2:10 h
Mit Anfahrt
ca. 3:30 h
Anspruch
leicht

Ruhige Rundtour ab Eschenlohe über die Sieben Quellen und die Archtalschlucht zur Asamklamm. Deutlich ruhiger als Partnach- oder Höllentalklamm.

Details
StartEschenlohe
AnfahrtWerdenfelsbahn ca. 40 min, Auto ca. 40 min
CharakterSteige, Brücke, Gumpen
SaisonFrühjahr, Sommer
Highlights
  • Gumpen
  • Sieben Quellen
ZugspitzregionAndrang — beste Zeit beachtenVorher prüfenweiter weg

Eibsee-Rundweg bei Grainau

7,4 Kilometer ums türkisfarbene Wasser, mit Kinderwagen befahrbar

Länge
7,4 km
Mit Anfahrt
ca. 3:55 h
Anspruch
leicht

Der Uferweg um den Eibsee auf 973 Metern, 7,4 Kilometer lang und laut Gemeinde Grainau auch mit Kinderwagen gut befahrbar. Acht Inseln, im Sommer Bootsverleih und Badestellen.

Es gibt nur eine Zufahrtsstraße und begrenzt Parkplätze; sind sie belegt, wird laut Gemeinde bereits ab dem Autobahnende darauf hingewiesen. Auch der Bus nimmt bei erreichter Fahrgastzahl niemanden mehr mit. Der See ist in Privatbesitz. Für den Rundweg nennt keine offizielle Quelle eine Gehzeit — die hier steht, ist die gerechnete. Die Autozeit gilt bis Grainau; die letzte Strecke zum See ist eine Mautstraße.
Details
StartEibsee bei Grainau
AnfahrtBahn bis Garmisch-Partenkirchen, dann Zahnradbahn (ab Grainau 15 bis 18 Minuten) · Auto ca. 62 min bis Grainau
CharakterUferweg, mit Kinderwagen befahrbar
SaisonFrühjahr, Sommer, Herbst
Beste ZeitIm September. Bayern und Baden-Württemberg haben laut Kultusministerkonferenz die spätest endenden Sommerferien aller Länder — anderswo hat die Schule dann längst wieder begonnen, und gerade unter der Woche wird es hier deutlich leerer. Das Wetter ist erfahrungsgemäß noch stabil: die Zeit für Urlaub dahoam. Die Gemeinde Grainau rät unabhängig davon: „Früh am Morgen oder ab dem späteren Nachmittag wollen in der Regel weniger Menschen zum Eibsee.“
Highlights
WettersteingebirgeVorher prüfen

Garmisch-Partenkirchen und die Partnachklamm

Zwei Orte, 1935 zwangsvereinigt — Partenkirchen ist die stimmigere Hälfte

Länge
7,6 km
Unterwegs
Tagestour
Mit Anfahrt
ca. 3:34 h

Garmisch und Partenkirchen sind bis heute zwei getrennte Orte mit unterschiedlichem Charakter — die Ludwigstraße in Partenkirchen ist die deutlich stimmigere Seite mit durchgehend bemalten Fassaden, während Garmisch moderner und kommerzieller ist. Die Partnachklamm ist 700 Meter lang und bis zu 80 Meter tief, mit in den Fels gehauenen Galerien, aus denen es einem permanent ins Genick tropft. Das Olympia-Skistadion mit den Sprungschanzen steht direkt am Klamm-Zugang.

Feste Schuhe für die Klamm — es ist nass und kalt. Bei Hitze ist sie das kühlste Ziel der Liste.
Details
StartGarmisch-Partenkirchen
AnfahrtWerdenfelsbahn direkt ca. 45–55 min · Auto ca. 55–65 min
CharakterMarienplatz, Ludwigstraße, Werdenfels-Museum, Olympia-Skistadion
EinkehrKaiserschmarrn Alm oberhalb der Klamm oder Ludwigstraße
Saisonganzjährig
Highlights
Zugspitzregion

Kuhfluchtwasserfälle Farchant

Drei Kaskaden über mehr als 270 Meter

Länge
4,2 km
Höhenmeter
170 hm
Unterwegs
1:55 h
Mit Anfahrt
ca. 3:35 h
Anspruch
leicht

Drei Kaskaden stürzen hier über insgesamt mehr als 270 Meter. Der Zustieg führt über einen Walderlebnispfad. Im Frühjahr führen die Fälle am meisten Wasser, im Winter sind sie vereist.

Details
StartParkplatz Warmfreibad Farchant
AnfahrtWerdenfelsbahn bis Farchant, Auto ca. 50 min
CharakterWalderlebnispfad, Schluchtgraben
Einkehram Weg zu den Wasserfällen keine Einkehr — Gastronomie erst wieder in Farchant
Saisonganzjährig
Highlights
  • Drei Wasserfallkaskaden
  • Walderlebnispfad
Walchensee

Walchensee-Umrundung

Türkises Wasser, leere Ufer im Spätherbst

Länge
25 km
Höhenmeter
563 hm
Unterwegs
ca. 2 h
Mit Anfahrt
ca. 4:16 h
Anspruch
leicht

In den Tallagen fast ganzjährig fahrbar. Am schönsten im späten Herbst, wenn das Wasser türkis leuchtet und die Ufer leer sind.

Details
StartKochel, dann Kesselberg
AnfahrtRB66 bis Kochel ca. 35 min, Auto ca. 50 min
CharakterUferstraßen und Forstwege
EinkehrEinkehr Sachenbach am Jörglbauernhof (Mo und Di Ruhetag, Winterpause)
SaisonFrühjahr, Sommer, Herbst

Tagestouren

über 4,5 Stunden
Estergebirge

Eschenlohe – Finzbachtal

Finzalm und Esterbergalm im Estergebirge

Länge
49 km
Höhenmeter
930 hm
Unterwegs
ca. 5 h
Mit Anfahrt
ca. 6:29 h
Anspruch
mittel

Ab Bahnhof ins Estergebirge — lange, gleichmäßige Anstiege zu Finzalm und Esterbergalm, ohne Auto machbar.

Details
StartBahnhof Eschenlohe
AnfahrtWerdenfelsbahn ca. 50 min
Charakterlange Anstiege, Almwege
EinkehrAlmgasthof Esterbergalm (Di und Mi Ruhetag), Gasthof Zur Brücke, Eschenlohe (Di Ruhetag) — auf der Esterbergalm nur Barzahlung
SaisonSommer
Highlights
  • Finzalm
  • Esterbergalm
WettersteingebirgeVorher prüfenweiter wegggf. zwei Tage

Gehrenspitze aus dem Gaistal

Über Wettersteinhütte und Scharnitzjoch auf 2.367 Meter

Länge
14 km
Höhenmeter
1.170 hm
Unterwegs
6:30 h
Mit Anfahrt
ca. 9:30 h
Anspruch
T2, am Gipfel T2–T3

Über die Wettersteinhütte und die Wangalm ins Scharnitztal, hinauf zum Scharnitzjoch auf 2.048 Metern und weiter über die Erinnerungshütte zum Gipfel. Von oben reicht der Blick über Karwendel, Stubaier Alpen, Mieminger Kette und die Leutascher Dreitorspitze.

Der letzte Abschnitt von der Erinnerungshütte zum Gipfel verlangt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit; bei Nässe ist der grasige Grat heikel. Früh starten, die Südseite heizt sich stark auf.
Details
StartParkplatz Stupfer im Gaistal, Leutasch, 1.200 m
AnfahrtAuto ca. 1:30 h (Mautstraße), mit Bahn und Bus umständlich
CharakterAlmwege, dann Scharnitztal und Grat
Einkehrdie Wettersteinhütte ist seit Herbst 2025 geschlossen, die Wangalm ebenfalls — derzeit keine Einkehr, Verpflegung mitnehmen
SaisonSommer, Herbst
Highlights
WettersteingebirgeVorher prüfenweiter wegggf. zwei Tage

Große Arnspitze

Die einsame Grattour — Bahnhof zu Bahnhof

Länge
14,5 km
Höhenmeter
1.273 hm
Unterwegs
7:30 h
Mit Anfahrt
ca. 10:20 h
Anspruch
T3

Eine Punkt-zu-Punkt-Tour, wie sie besser nicht liegen könnte: Start am Bahnhof Mittenwald, Ziel am Bahnhof Scharnitz, beide auf derselben Linie ab Tutzing. Über die Riedbergscharte, den Riedkopf und die Achterköpfe zur Arnspitzhütte und weiter auf den Gipfel. Bis zur Hütte wenig schwierig, danach steil durch steiniges Gelände.

Mit 7:30 h die längste Tour der Liste. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind erforderlich, beim Abstieg an den Achterköpfen gibt es eine kurze Drahtseilstelle, im Gipfelbereich Kletterpassagen bis zum ersten Grad. Verpflegung mitnehmen.
Details
StartBahnhof Mittenwald, Ziel Bahnhof Scharnitz
AnfahrtWerdenfelsbahn ca. 1:25 h, Rückfahrt ab Scharnitz auf derselben Linie
CharakterWaldanstieg, dann steiniges Gelände und Grat
Einkehrunterwegs keine bewirtschaftete Hütte, die Arnspitzhütte ist unbewirtschaftet — Gastronomie erst in Scharnitz
SaisonSommer, Herbst
Highlights
WalchenseebergeVorher prüfen

Heimgarten von Ohlstadt

Die ruhige Nordseite statt des Andrangs vom Walchensee

Länge
11,3 km
Höhenmeter
1.070 hm
Unterwegs
5:00 h
Mit Anfahrt
ca. 6:10 h
Anspruch
T2

Der Aufstieg von Norden ist deutlich weniger begangen als der Zugang vom Walchensee oder über den Herzogstand. Empfohlene Runde: hinauf über die Bärenfleckhütte, hinunter über die Kaseralm — mit Blick auf den Kochelsee und die Nordwände von Herzogstand und Heimgarten, über Holzstege durch Sumpfwiesen. Am Gipfel selbst wird man wegen der Zugänge von der anderen Seite trotzdem nicht allein sein.

Bike & Hike lohnt hier kaum — schon nach 20 Minuten wird aus dem Forstweg ein Waldpfad. Die ruppigen Passagen im unteren Teil sind bei Nässe rutschig. Mit Bahnanreise kommt eine Stunde Fußweg dazu.
Details
StartWanderparkplatz am Ende der Heimgartenstraße, Ohlstadt, 730 m
AnfahrtWerdenfelsbahn ca. 30 min, vom Bahnhof 30 min zu Fuß · Auto ca. 35 min
CharakterForstweg, dann ruppiger Waldpfad mit Stufen
EinkehrHeimgartenhütte (Christi Himmelfahrt bis Kirchweih, nur Barzahlung)
SaisonSommer, Herbst
Highlights
  • Heimgarten 1.790 m
  • Bärenfleckhütte
  • Kaseralm mit Holzstegen
WalchenseebergeAndrang — beste Zeit beachtenVorher prüfen

Herzogstand über dem Walchensee

Der bekannte Münchner Hausberg — dafür mit Bahn und Bus erreichbar

Länge
5,33 km
Höhenmeter
898 hm
Unterwegs
3:30 h
Mit Anfahrt
ca. 5:18 h
Anspruch
mittel

Der Gipfel auf 1.731 Metern, zu Fuß in dreieinhalb Stunden oder mit der Herzogstandbahn bis auf 1.627 Meter und von dort in rund einer Stunde. Von oben sieht man Walchensee und Kochelsee zugleich.

Die Herzogstandbahn fährt täglich 9 bis 17.15 Uhr, letzte Bergfahrt 17 Uhr; das Berggasthaus hat dienstags Ruhetag. Berg- und Talfahrt kosten 21 €, dazu 7 € Parkgebühr laut Satzung der Gemeinde Kochel. Die Gratwanderung zum Heimgarten dauert laut Betreiber rund zwei Stunden und „erfordert Schwindelfreiheit, Trittsicherheit und gutes Schuhwerk“. Zur Höhe der Bergstation nennen Wikipedia (1.627 m) und der Betreiber (1.600 m) verschiedene Werte.
Details
StartTalstation Herzogstandbahn, Walchensee
AnfahrtBahn bis Kochel, dann RVO-Bus 328 bis Walchensee-Herzogstandbahn · Auto ca. 54 min
CharakterAufstieg über den Weg H2, oben Grat
SaisonFrühjahr, Sommer, Herbst
Beste ZeitIm September. Bayern und Baden-Württemberg haben laut Kultusministerkonferenz die spätest endenden Sommerferien aller Länder — anderswo hat die Schule dann längst wieder begonnen, und gerade unter der Woche wird es hier deutlich leerer. Das Wetter ist erfahrungsgemäß noch stabil: die Zeit für Urlaub dahoam.
Highlights
  • Gipfel auf 1.731 m
  • Blick auf Walchensee und Kochelsee
  • Gratweg zum Heimgarten
EstergebirgeVorher prüfen

Hohe Kisten durch das Kistenkar

Die Königstour: ein alter, meist einsamer Steig

Länge
15,8 km
Höhenmeter
1.397 hm
Unterwegs
6:00 h
Mit Anfahrt
ca. 7:10 h
Anspruch
anspruchsvoll

Aufstieg durch das ungepflegte, unbeschilderte Kistenkar mit leichter Kletterei und echtem Orientierungsbedarf; der Abstieg übers Pustertalkarl ist deutlich einfacher. Die Normalbesteigung geht über die Weilheimer Hütte — hier geht kaum jemand.

Die anspruchsvollste Tour der Liste. Sie eignet sich eher für ein bis zwei geübte Personen als für die ganze Familie, und nur bei trockenen Verhältnissen. Der Steig ist unbeschildert und verlangt Orientierungsvermögen, die Kletterstellen erreichen den Grad I+.
Details
StartBahnhof Eschenlohe
AnfahrtWerdenfelsbahn ca. 35 min
Charakterungepflegtes Kar, seilversicherte Bandquerung im Abstieg
EinkehrHotel-Gasthof Zur Brücke, Eschenlohe (Di Ruhetag) — am Kistenkar und am Gipfel keine bewirtschaftete Hütte — Verpflegung für den ganzen Tag mitnehmen
SaisonSommer, Herbst
Highlights
  • Kistenkar
  • Gipfel 1.922 m
EstergebirgeVorher prüfen

Hoher Fricken ab Garmisch

Nicht einmal ausgeschildert — und entsprechend leer

Länge
17,5 km
Höhenmeter
1.160 hm
Unterwegs
ca. 5:30 h
Mit Anfahrt
ca. 7:10 h
Anspruch
Rad mittel, zu Fuß T2–T3

Mit dem Rad hinauf zum Sattel Frauenmahd zwischen Wank und Fricken auf rund 1.190 Metern, dann zu Fuß über Waldpfad und Latschen zum Gipfel und als Runde über die Ostflanke zurück. Auf das Rad entfallen 10 der 17,5 Kilometer und 550 der 1.160 Höhenmeter, auf den Fußteil 7,5 Kilometer und 610 Höhenmeter. Der Weg auf den Fricken ist nicht ausgeschildert — man folgt zunächst der Beschilderung Richtung Bischof, die Abzweigung ist eine leicht zu übersehende Haarnadelkurve. Genau deshalb ist hier deutlich weniger los als auf den Nachbargipfeln.

Das letzte Drittel der Auffahrt hat bis zu 36 Prozent Steigung; ohne E-Antrieb ist das hart. Auf dem Grat gibt es keine Wasserstelle.
Details
StartWankbahn-Talstation, Garmisch-Partenkirchen
AnfahrtWerdenfelsbahn ca. 50 min direkt, Auto ca. 50–55 min
CharakterAsphalt und Schotter bis zum Sattel, dann Waldpfad und Latschengrat
EinkehrAlmgasthof Esterbergalm (Di und Mi Ruhetag) — nur Barzahlung, November bis Weihnachten geschlossen
SaisonSommer, Herbst
Highlights
  • Hoher Fricken 1.940 m
  • Gratstück Richtung Bischof
  • Esterbergalm
WettersteingebirgeVorher prüfenweiter weg

Hoher Kranzberg mit Ferchensee und Lautersee

Der entspannte Panoramatag — komplett ohne Auto

Länge
12,5 km
Höhenmeter
410 hm
Unterwegs
3:45 h
Mit Anfahrt
ca. 6:35 h
Anspruch
T1

Vom Bahnhof über St. Anton und das Kranzberghaus auf den Gipfel, dann hinunter zum Ferchensee und weiter zum Lautersee und durchs Lainbachtal zurück. An der Bergstation gibt es einen Barfußwanderweg, in beiden Seen lässt sich baden, und die Sesselbahn nimmt bei Bedarf den Anstieg ab. Ganzjährig begehbar, im Winter mit dem Schlitten ab dem Kranzberghaus.

Das Kranzberghaus ist wegen Umbau geschlossen. Ein Wanderbus fährt beide Seen an.
Details
StartBahnhof Mittenwald, 910 m
AnfahrtWerdenfelsbahn ca. 1:25 h direkt, Auto ca. 1:05 h
Charaktergute Wege, zwei Badeseen am Weg
EinkehrBerggasthof St. Anton (Di Ruhetag), Gasthaus Ferchensee (Do und Fr Ruhetag), Lautersee-Alm (Mi bis So, 10 bis 17 Uhr)
Saisonganzjährig
Highlights
Walchensee

Königlicher Panoramaweg Altlacher Hochkopf

Jagdhaus Ludwigs II. und Wasserfall an Wasserfall

Länge
11,9 km
Höhenmeter
ca. 620 hm
Unterwegs
3:30 h
Mit Anfahrt
ca. 5:10 h
Anspruch
leicht, schneeschuhtauglich

Ein bewaldeter, unspektakulärer Gipfel — historisch aber bemerkenswert: Hier stand das Jagdhaus von Max II. und Ludwig II., und Wagner komponierte an seinem „Siegfried“. Der Panoramaweg umrundet den Gipfelaufbau mit Tiefblicken ins Isartal. Im Winter reiht sich im Zachengraben Wasserfall an Wasserfall.

Details
StartParkplatz an der Brücke bei Altlach, Walchensee-Südufer
AnfahrtAuto ca. 50 min
CharakterWaldgipfel mit Panoramaweg
EinkehrBiergartl Altlach (Kiosk am Seeufer, saisonal)
SaisonWinter, Frühjahr
Highlights
  • Königliches Jagdhaus
  • Wasserfälle im Zachengraben
WettersteingebirgeVorher prüfenweiter weg

Königshaus am Schachen

Höchstgelegenes Schloss Deutschlands — mit dem Rad bis vor die Tür

Länge
20,4 km
Höhenmeter
1.047 hm
Unterwegs
ca. 3 h
Mit Anfahrt
ca. 5:10 h
Anspruch
Rad mittel bis schwer

Fast die ganze Strecke lässt sich fahren, aber ab der Wettersteinalm wird der Untergrund deutlich gröber, und im letzten Stück wird öfter geschoben als gefahren; fahrtechnisch liegt die Tour bei S1 bis S2. Oben wartet das Königshaus mit seinem Türkischen Saal und der Botanische Alpengarten mit über tausend Gebirgspflanzen. Die reine Fahrzeit liegt bei drei Stunden, mit Führung und Alpengarten werden fünf bis sechs daraus.

Der Kälbersteig von der Partnachklamm herauf ist ein reiner Wandersteig — dort ist Radfahren nicht erlaubt. Sehr viele E-Mountainbiker unterwegs, bergab mit Rücksicht. Anfahrt und Mautstraße einplanen. Führungen im Königshaus nur im Sommer.
Details
StartWanderparkplatz Elmauer Hochtal, ca. 1.009 m (Mautstraße ab Klais)
AnfahrtAuto ca. 60–70 min, Bahn bis Klais ca. 60–70 min plus 4 km Rad
CharakterForststraße, ab der Wettersteinalm grober Untergrund
EinkehrSchachenhaus (ab Ende Mai, Übernachtung möglich), Wettersteinalm (nur Ende Juni bis Anfang September)
SaisonSommer, Herbst
Highlights
  • Königshaus am Schachen
  • Türkischer Saal
  • Alpengarten mit über 1.000 Pflanzen
WettersteingebirgeVorher prüfen

Kreuzeck, Osterfelderkopf und Hupfleite

Großes Panorama mit kleiner Gehzeit

Länge
6,4 km
Höhenmeter
491 hm
Unterwegs
2:45 h
Mit Anfahrt
ca. 4:35 h
Anspruch
T2

Die entspannte Variante des Wetterstein-Panoramas: mit der Bahn aufs Kreuzeck, über Längenfeld zum Osterfelderkopf mit der AlpspiX-Aussichtsplattform auf 2.050 Metern und über das Gebiet der Hupfleite zurück. Wenn das Wetter unsicher ist oder der Tag knapp, ist das die richtige Wahl.

Betriebszeiten der Bergbahnen vorher prüfen.
Details
StartBergstation Kreuzeckbahn, 1.616 m
AnfahrtWerdenfelsbahn ca. 55 min plus Ortsbus und Bergbahn
Charakter42 Prozent Pfad, sonst Schotter- und Naturweg
EinkehrKreuzeckhaus (DAV, Mitte Mai bis November), Hochalm, Osterfelder 2.000 (Betriebszeiten der Alpspitzbahn) — das frühere Restaurant Alpspitz am Osterfelderkopf gibt es nicht mehr
SaisonSommer, Herbst
Highlights
  • Osterfelderkopf 2.050 m
  • AlpspiX
  • Hupfleitenjoch
WettersteingebirgeVorher prüfenweiter weg

Leutascher Geisterklamm

Panoramabrücke, Koboldweg und ein 23-Meter-Wasserfall

Länge
5,6 km
Höhenmeter
250 hm
Unterwegs
2:00 h
Mit Anfahrt
ca. 4:50 h
Anspruch
T1

Über Regenbogentor, Klammsteg, Höllkapelle und Panoramabrücke bis zum Mittenwalder Klammkiosk, zurück über den Koboldweg und den Gletscherschliff. Wer mag, hängt den Wasserfallsteig an. Die Klamm selbst kostet keinen Eintritt.

Nicht kinderwagentauglich. Der Wasserfallsteig kostet extra, am westlichen Eingang fällt Parkgebühr an. Geöffnet etwa Mitte Mai bis Ende Oktober. Lässt sich gut mit dem Aufstieg zur Großen Arnspitze verbinden — der führt am Klammeingang vorbei.
Details
StartKlammparkplatz Leutasch, 1.040 m — oder ab Mittenwald zu Fuß
AnfahrtWerdenfelsbahn bis Mittenwald ca. 1:25 h plus 30 min zu Fuß, Auto ca. 1:10 h
CharakterStege und Brücken über der Klamm
EinkehrLeutascher Klammstüberl (Mai bis Oktober, kein Ruhetag)
SaisonFrühjahr, Sommer, Herbst
Highlights
  • Panoramabrücke
  • Koboldweg
  • 23-Meter-Wasserfall am Wasserfallsteig
WettersteingebirgeVorher prüfenweiter wegggf. zwei Tage

Osterfelderkopf über die Höllentalklamm

Die sportliche Königstour ab Hammersbach

Länge
19 km
Höhenmeter
1.300 hm
Unterwegs
6:30 h
Mit Anfahrt
ca. 8:50 h
Anspruch
T3

Durch die Höllentalklamm zur Höllentalangerhütte, über den Rindersteig hinauf zur Rinderscharte auf 2.080 Metern und weiter zum Osterfelderkopf. Der Abstieg führt über die Hochalm und den Jägersteig zurück. Wer nicht mehr mag, nimmt am Osterfelder die Alpspitzbahn ins Tal.

Ab der Höllentalangerhütte sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit nötig, besonders am Aufstieg zur Rinderscharte. Klammeintritt, für Alpenvereinsmitglieder ermäßigt. Erst ab Mitte Juni schneefrei.
Details
StartHammersbach, 770 m
AnfahrtWerdenfelsbahn nach Garmisch ca. 55 min, dann Zugspitzbahn; Auto ca. 1:05 h
CharakterKlamm, Rindersteig, Rinderscharte, Jägersteig
EinkehrHöllentaleingangshütte (DAV, ab Mai, im Winter zu), Höllentalangerhütte (DAV, Übernachtung möglich), Osterfelder 2.000 (Betriebszeiten der Alpspitzbahn)
SaisonSommer, Herbst
Highlights
EstergebirgeVorher prüfen

Osterfeuerkopf über das Heldenkreuz

Alpines Flair auf niedriger Höhe — T4

Länge
10,4 km
Höhenmeter
719 hm
Unterwegs
4:00 h
Mit Anfahrt
ca. 5:10 h
Anspruch
T4

Die anspruchsvollste Kraxelstelle der Liste: eine kurze ausgesetzte Passage, an der die Hände gebraucht werden. Abstieg über den einfachen Normalweg, Abstecher zur Asamklamm möglich.

Nicht bei Nässe.
Details
StartBahnhof Eschenlohe
AnfahrtWerdenfelsbahn ca. 35 min
Charakterkurze ausgesetzte Passage, Hände nötig
EinkehrHotel-Gasthof Zur Brücke, Eschenlohe (Di Ruhetag) — am Heldenkreuz und am Gipfel keine Hütte — Einkehr nur in Eschenlohe
SaisonFrühjahr, Herbst
Highlights
  • Heldenkreuz
  • Asamklamm
WettersteingebirgeVorher prüfen

Partnachklamm und Partnachalm

Der Klassiker — hier ausnahmsweise doch, als Zustieg ins Reintal

Länge
7,3 km
Höhenmeter
260 hm
Unterwegs
2:45 h
Mit Anfahrt
ca. 4:35 h
Anspruch
T1, teils über Stufen

Die Partnachklamm steht in jedem Reiseführer und ist entsprechend voll — sie steht hier trotzdem, weil sie der Zustieg zu allem im Reintal ist. Wer sie mit der Partnachalm verbindet, kommt aus dem größten Gedränge heraus. Ganzjährig geöffnet, im Winter mit Eisformationen.

Klammeintritt. Kinderwagen sind in der Klamm nicht erlaubt. Radfahren ist in der Klamm verboten — für Bike-Touren ins Reintal führt die Umfahrung über Graseck und die Partnachalm. Lässt sich mit dem Eckbauer zu einer größeren Runde erweitern.
Details
StartOlympia-Skistadion Garmisch, 730 m
AnfahrtWerdenfelsbahn ca. 55 min plus 30 min zu Fuß oder Ortsbus
CharakterKlamm, dann Almweg
EinkehrPartnach-Alm — die Website der Alm ist veraltet — Öffnungszeiten vorher telefonisch prüfen
Saisonganzjährig
Highlights
WettersteingebirgeVorher prüfen

Reintal mit dem Mountainbike

Von Garmisch über die Bockhütte zur Reintalangerhütte

Länge
ca. 29 km hin und zurück
Höhenmeter
1.012 hm im Aufstieg
Unterwegs
Tagestour
Mit Anfahrt
ca. 5:27 h
Anspruch
S1–S2

Eine Sackgasse, und genau das macht sie schön: immer an der Partnach entlang tief ins Reintal hinein, bis zur Hütte auf 1.369 Metern. Ab dem Materialdepot kurz vor der Bockhütte wird der Weg zum Singletrail, spätestens auf Höhe der ehemaligen Blauen Gumpe kommen Schiebepassagen dazu. Fahrtechnisch bleibt es bis zur Bockhütte bei S1, danach fordert der Weg S2.

Die Partnachklamm darf nicht mit dem Rad durchfahren werden — Umfahrung über die Partnachalm. Das Oberreintal ist für Räder ungeeignet, an der Kreuzung vor der Bockhütte rechts halten. Ab der Reintalangerhütte bleibt das Rad stehen. Unter der Woche fahren, am Wochenende sind sehr viele Fußgänger unterwegs. Ersatzschläuche mitnehmen.
Details
StartOlympia-Skistadion Garmisch, 730 m
AnfahrtWerdenfelsbahn ca. 55 min plus Ortsbus, Auto ca. 55 min
CharakterTalweg an der Partnach, oben ruppig
EinkehrPartnachalm, Reintalangerhütte (Mitte Mai bis Mitte Oktober) — die Bockhütte öffnet nur an einzelnen Wochenenden — Öffnungsplan vorher prüfen
SaisonSommer, Herbst
Highlights
Estergebirge

Simetsberg von Einsiedl am Walchensee

Der Aussichtsberg gegenüber dem Herzogstand-Gedränge

Länge
11,3 km
Höhenmeter
1.030 hm
Unterwegs
4:45 h
Mit Anfahrt
ca. 6:15 h
Anspruch
leicht

Blick über den ganzen Walchensee, während sich am Herzogstand gegenüber die Massen stauen. 1.840 Meter am Nordrand des Estergebirges. Der durchgehende Anstieg ist technisch leicht, konditionell aber fordernd.

Details
StartWanderparkplatz hinter Einsiedl
AnfahrtAuto ca. 45 min
Charakterdurchgehender Anstieg, freier Gipfel
EinkehrGasthof Edeltraut, Walchensee (im Ort Walchensee am See) — am Simetsberg keine bewirtschaftete Hütte; in Einsiedl ist derzeit keine Gastronomie gesichert
SaisonSommer, Herbst
Estergebirge

Umrundung des Estergebirges

Harte Auffahrten, schöne Singletrails abwärts

Länge
56,3 km
Höhenmeter
1.251 hm
Unterwegs
6:00 h
Mit Anfahrt
ca. 7:50 h
Anspruch
schwer

Die höhenmeterstärkste Tour der Liste. Sie füllt einen ganzen Tag und führt einmal komplett um das Estergebirge.

Details
StartEschenlohe
AnfahrtBahn ca. 50–65 min
Charakterlange Anstiege, Singletrail-Abfahrten
EinkehrAlmgasthof Esterbergalm (Di und Mi Ruhetag), Gasthof Isartal, Wallgau (Di und Mi Ruhetag), Gasthof Zur Brücke, Eschenlohe (Di Ruhetag)
SaisonSommer
Der Steig führt gleich hinter dem Spielplatz steil durch den Wald bergauf
Garmisch-PartenkirchenVorher prüfen

Von Farchant auf den Schafkopf

Unmarkierte Schleife zum Gipfel, Blick von Norden auf Garmisch-Partenkirchen

Länge
9,6 km
Höhenmeter
ca. 720 hm
Unterwegs
ca. 3:45 h
Mit Anfahrt
ca. 5:25 h
Anspruch
mittel, kurze steile und ausgesetzte Stellen erfordern Trittsicherheit

Rundtour ab Farchant auf den Schafkopf (1.380 m) — über einen unmarkierten Steig „von hinten“ statt der ausgeschilderten Route, mit ungewohntem Blick von Norden auf Garmisch-Partenkirchen und das Wettersteingebirge.

Offizieller Name des Gipfels ist „Schafkopf“ (ohne mittleres „s“) — so einheitlich auf Wanderkarten, bei alpenvereinaktiv.com und beim Alpenverein München & Oberland verzeichnet. Umgangssprachlich, und in diesem Bericht, auch als „Schafskopf“ bekannt.
Details
StartParkplatz am Spielplatz, westlicher Ortsrand von Farchant
AnfahrtAuto oder Bahn (Werdenfelsbahn bis Farchant) ca. 50 min
Charaktersteiler Waldsteig, unmarkierte Schleife zum Gipfel, freie Aussicht oben
SaisonSommer, Herbst
Highlights
  • Blick auf Garmisch-Partenkirchen und das Wettersteingebirge aus der selten fotografierten Nordperspektive
  • Route abseits der ausgeschilderten Wege, über Wander- statt Forstwege
WettersteingebirgeVorher prüfenweiter wegggf. zwei Tage

Wetterstein-Umrundung ab Elmau

Die Variante mit dem höchsten Startpunkt

Länge
79,8 km
Höhenmeter
1.956 hm
Unterwegs
ca. 8:45 h reine Fahrzeit
Mit Anfahrt
ca. 10:45 h
Anspruch
schwer

Dieselbe Runde, aber im Uhrzeigersinn ab Elmau: über Graseck nach Garmisch und Grainau, am Eibsee vorbei zur Hochthörle-Hütte, nach Ehrwald und hinauf zur Ehrwalder Alm, durchs Gaistal nach Leutasch und über Mittenwald und die beiden Seen zurück. Acht Kilometer kürzer als die Mittenwalder Variante, dafür mit Mautstraße zum Start. Fahrtechnisch bleibt es auch hier bei S0 bis S1, konditionell ist die Runde schwer.

Etappenteilung: Elmau bis Ehrwald rund 36 Kilometer, zurück über Gaistal, Leutasch und Mittenwald rund 44 Kilometer, überwiegend fallend. Radfahrverbote wie bei der Mittenwalder Variante beachten.
Details
StartWanderparkplatz Elmau, 1.010 m (Mautstraße ab Klais)
AnfahrtAuto ca. 1:05 h, Bahn bis Klais ca. 1:15 h plus 8 km Rad
CharakterAsphalt und Schotter, höchster Punkt 1.602 m
EinkehrGamsalm Ehrwald (Di Ruhetag), Ehrwalder Alm (täglich 8:30 bis 16:30 Uhr), Gaistalalm (im Sommer täglich 9 bis 18 Uhr)
SaisonSommer, Herbst
Highlights
  • Eibsee ↗
  • Hochthörle-Hütte 1.479 m
  • Gamsalm
  • Ferchensee und Lautersee
WettersteingebirgeVorher prüfenweiter wegggf. zwei Tage

Wetterstein-Umrundung ab Mittenwald

Die harte Tour — 88 Kilometer, 2.148 Höhenmeter, Räder in die Bahn

Länge
87,7 km
Höhenmeter
2.148 hm
Unterwegs
7:38 h
Mit Anfahrt
ca. 12:16 h
Anspruch
schwer

Einmal komplett ums Wetterstein: von Mittenwald über Lauter- und Ferchensee nach Elmau, weiter über Hintergraseck nach Garmisch, am Radweg der Zugspitzbahn entlang zum Eibsee, über die Hochthörle-Hütte nach Ehrwald, hinauf zur Ehrwalder Alm, durchs Gaistal nach Leutasch und zurück. Die Schwierigkeit ist rein konditionell schwer — fahrtechnisch bleibt es mit S0 bis S1 harmlos. Ab Bahnhof gefahren, das Rad kommt in die Werdenfelsbahn.

Die härteste Rampe ist die Auffahrt zur Ehrwalder Alm: rund 400 Höhenmeter mit durchschnittlich 15 Prozent auf Asphalt — wer will, nimmt dort die Almbahn. Gesperrt für Räder sind der Höhenweg ab Sonnenhangbahn Richtung Ehrwald, der Weg zum Hohen Gang ab Brentalm und die Partnachklamm. Lässt sich als Zweitagestour mit Übernachtung in Ehrwald teilen.
Details
StartBahnhofplatz Mittenwald
AnfahrtWerdenfelsbahn ca. 1:25 h direkt, Auto ca. 1:05 h
CharakterAsphalt und Schotter, keine Trage- oder Schiebepassagen
EinkehrGaistalalm (im Sommer täglich 9 bis 18 Uhr), Ehrwalder Alm (täglich 8:30 bis 16:30 Uhr), Gamsalm Ehrwald (Di Ruhetag)
SaisonSommer, Herbst
Highlights

Mehrtagestouren

mit Übernachtung
WettersteingebirgeVorher prüfen

Reintalangerhütte

Hüttenübernachtung im Reintal, Zustieg durch die Partnachklamm

Höhenmeter
ca. 640 hm
Unterwegs
4–5 h Gehzeit ab Garmisch
Mit Anfahrt
ca. 6:50 h
Anspruch
T2

Die Hütte der DAV-Sektion München auf 1.369 Metern, laut Hüttenbeschreibung auch für größere Kinder gut machbar. Der Zustieg führt über Stufen durch die Partnachklamm und danach durch das Reintal. Vor der Tür liegen die weiten Kiesbänke der Partnach — der beste Platz, um den Tag ausklingen zu lassen. Von hier führen Anschlusstouren zur Knorrhütte in 2:30 h, zum Schachenhaus in 5:30 h und zur Meilerhütte in 7 h; über das Reintal ist es der leichteste, aber mit rund zehn Stunden lange Weg auf die Zugspitze.

Geöffnet Mitte Mai bis Mitte Oktober. Reservierung dringend empfohlen. Winterraum mit 18 Lagern, Alpenvereinsschlüssel nötig.
Details
StartOlympia-Skistadion Garmisch, 730 m
AnfahrtWerdenfelsbahn ca. 55 min plus Ortsbus, Auto ca. 55 min
CharakterKlamm, dann Talweg an der Partnach
EinkehrReintalangerhütte (DAV, Sommersaison, Übernachtung) — einzige Einkehr im Reintal; Zustieg nur während der Öffnungszeiten der Partnachklamm
SaisonSommer, Herbst
WettersteingebirgeVorher prüfenweiter weg

Schachen und Meilerhütte

Zwei Hütten, 1.370 Höhenmeter — und der Anschluss zur Mehrtagesrunde

Höhenmeter
1.370 hm
Unterwegs
4:30 h Aufstieg
Mit Anfahrt
ca. 6:40 h
Anspruch
T2, oben T2–T3

Von Elmau zum Schachenhaus sind es knapp drei Stunden, weiter zur Meilerhütte am Dreitorspitzgatterl auf 2.366 Metern noch einmal anderthalb über Frauenalpl, Felsspalt und Serpentinen. Von der Hütte lässt sich die Partenkirchner Dreitorspitze über den drahtseilgesicherten Hermann-von-Barth-Weg in einer Stunde besteigen. Der Übergang zur Reintalangerhütte dauert vier Stunden — daraus wird eine schöne Zwei- bis Dreitagesrunde über Schachen, Meilerhütte, Reintal und die Partnachklamm zurück nach Garmisch.

Die Meilerhütte ist nur von Mitte Juni bis Anfang Oktober geöffnet. Der Hermann-von-Barth-Weg ist steinschlaggefährdet und verlangt Trittsicherheit. Alternative Zustiege aus Tirol über das Berglental von Leutasch, 1.270 hm in 4 h.
Details
StartWanderparkplatz Elmau, 1.010 m (Mautstraße ab Klais)
AnfahrtAuto ca. 1:05 h, Bahn bis Klais ca. 1:15 h
CharakterKönigsweg, dann steinig mit Stufen
EinkehrSchachenhaus (Übernachtung möglich), Meilerhütte (Mitte Juni bis September, Barzahlung)
SaisonSommer
Highlights

Ohne feste Dauer

WettersteingebirgeVorher prüfen

Geigenbaumuseum Mittenwald

Die Geschichte eines Tals, das vom Instrumentenbau lebte

Öffnung
Öffnungszeiten auf der Website prüfen

Werkstatt, Werkzeuge und historische Instrumente im Haus eines Geigenbauers von 1684. Führungen durch die Sonderausstellung gibt es laut Website jeden ersten Sonntag im Monat um 14:30 Uhr. Mittenwald ist touristisch, das Museum selbst nicht — die meisten bleiben in der Fußgängerzone.

Öffnungszeiten und Preise ließen sich nicht belegen.
Details
StartMittenwald
AnfahrtWerdenfelsbahn direkt ca. 60 min · Auto ca. 60–70 min
Saisonganzjährig
Highlights
  • Geigenbauerhaus von 1684
  • Historische Instrumente
ZugspitzregionVorher prüfen

Werdenfels Museum

Fasnachtsraum mit historischen Werdenfelser Masken

Öffnung
Laut Website Di–So 10–17 Uhr, Erwachsene 2,50 €, Kinder ab 6 J. 0,50 € — bitte prüfen

Ein Kaufmannshaus aus dem 17. Jahrhundert mit Bodenfunden und bäuerlicher Volkskunst. Das Highlight ist der Fasnachtsraum mit historischen Masken der Werdenfelser Faschingstradition — der beste Vorbereitungsbesuch vor dem Fasching. Das Museum liegt in Partenkirchen, abseits der Ströme Richtung Zugspitze.

Die offizielle Website ist erkennbar seit 2014 nicht aktualisiert. Angaben telefonisch prüfen: 08821 751710.
Details
StartGarmisch-Partenkirchen, Ludwigstr. 47
AnfahrtBahn ca. 50–60 min, Auto ca. 55 min
Saisonganzjährig
Highlights
  • Fasnachtsraum
  • Historische Masken
WalchenseebergeVorher prüfen

Windsurfen und Wingfoilen am Walchensee

Thermischer Wind, türkises Wasser, Berge ringsum

Unterwegs
halber bis ganzer Tag

Der Walchensee gilt als eines der besten Binnen-Windreviere Deutschlands. Das Surfcenter bietet Windsurf-, Wingfoil- und SUP-Kurse plus Verleih. Wichtig für Selbstständige: Material für Windsurfen und Wingfoilen wird nur an Personen mit ausreichenden Grundkenntnissen und Nachweis verliehen — für Jugendliche heißt das also erst Kurs, dann Material.

Föhnlagen sind hier heikel.
Details
StartWalchensee
AnfahrtAuto ca. 50 min über den Kesselberg · Bahn nach Kochel ca. 30 min plus Bus ca. 20 min
EinkehrWallerei Walchensee (Biergarten Mitte April bis Oktober)
SaisonFrühjahr, Sommer, Herbst
Highlights
  • Thermikwind meist ab Mittag
  • Wingfoil-Kurse
  • SUP-Verleih
ZugspitzregionAndrang — beste Zeit beachtenVorher prüfen

Zugspitze

Deutschlands höchster Berg, mit Zahnradbahn oder Seilbahn

Mit 2.962 Metern der höchste Berg Deutschlands, laut Betreiber mit Blick auf 400 Gipfel in vier Ländern. Hinauf geht es mit der Zahnradbahn oder der Seilbahn; das Ticket enthält je eine Berg- und eine Talfahrt. Die Seilbahn fährt von September bis Juni von 8.30 bis 16.45 Uhr, im Juli und August von 8 bis 17.45 Uhr. Die Zahnradbahn braucht ab Garmisch-Partenkirchen 75 Minuten; ihre letzte Bergfahrt geht um 14.15 Uhr.

Für Schönwettertage empfiehlt der Betreiber, vor 10 Uhr anzureisen. Zeitfenster- oder Kontingent-Tickets gibt es nicht. Im November stehen mehrere Revisionswochen an, in denen der Betrieb ruht — vor der Fahrt den Betriebskalender prüfen.
Details
StartZugspitzbahnhof Garmisch-Partenkirchen
AnfahrtBahn bis Garmisch-Partenkirchen, Zugspitzbahnhof rund 200 m vom Hauptbahnhof · Auto ca. 54 min
Saisonganzjährig
Beste ZeitIm September. Bayern und Baden-Württemberg haben laut Kultusministerkonferenz die spätest endenden Sommerferien aller Länder — anderswo hat die Schule dann längst wieder begonnen, und gerade unter der Woche wird es hier deutlich leerer. Das Wetter ist erfahrungsgemäß noch stabil: die Zeit für Urlaub dahoam. Der Betreiber schreibt zum Deutschland-Ticket auf der Zahnradbahn: „Insbesondere an Wochenenden und in den Ferien ist damit zu rechnen, dass die Nachfrage die vorhandene Kapazität in den Zügen überschreitet.“
Highlights