WettersteingebirgeTagestourVorher prüfenweiter weg
Königshaus am Schachen
- Länge
- 20,4 km
- Höhenmeter
- 1.047 hm
- Unterwegs
- ca. 3 h
- Mit Anfahrt
- ca. 5:10 h
- Anspruch
- Rad mittel bis schwer
Fast die ganze Strecke lässt sich fahren, aber ab der Wettersteinalm wird der Untergrund deutlich gröber, und im letzten Stück wird öfter geschoben als gefahren; fahrtechnisch liegt die Tour bei S1 bis S2. Oben wartet das Königshaus mit seinem Türkischen Saal und der Botanische Alpengarten mit über tausend Gebirgspflanzen. Die reine Fahrzeit liegt bei drei Stunden, mit Führung und Alpengarten werden fünf bis sechs daraus.
Der Kälbersteig von der Partnachklamm herauf ist ein reiner Wandersteig — dort ist Radfahren nicht erlaubt. Sehr viele E-Mountainbiker unterwegs, bergab mit Rücksicht. Anfahrt und Mautstraße einplanen. Führungen im Königshaus nur im Sommer.
Details
StartWanderparkplatz Elmauer Hochtal, ca. 1.009 m (Mautstraße ab Klais)
AnfahrtAuto ca. 60–70 min, Bahn bis Klais ca. 60–70 min plus 4 km Rad
CharakterForststraße, ab der Wettersteinalm grober Untergrund
SaisonSommer, Herbst
Highlights- Königshaus am Schachen
- Türkischer Saal
- Alpengarten mit über 1.000 Pflanzen
Der Königsweg trägt seinen Namen zu Recht: Ludwig II. ließ ihn anlegen, um sein letztes, heimlichstes Schloss überhaupt erreichbar zu machen – ein Bergschlösschen, zu dem bis heute keine Straße für Autos führt, nur der Weg für Füße und, seit es Mountainbikes gibt, für Räder. Genau das macht diese Tour selten: Man radelt fast bis vor die Tür eines Königsschlosses, und trotzdem bleibt am Ende ein Stück Berg, das sich nur zu Fuß nehmen lässt.
Vom Wanderparkplatz im Elmauer Hochtal beginnt es gemächlich: breite Forststraße durch den Wald, die sich Kilometer um Kilometer nach oben schraubt, ohne dass man sich sonderlich quälen muss. Nach gut fünf Kilometern taucht die Wettersteinalm auf, auf rund 1.460 Metern – der letzte Ort mit Brotzeit und Blick zurück ins Tal, bevor sich der Weg spürbar verändert.
Ab hier wird aus dem Fahrweg etwas anderes: Der Untergrund wird grober, die Kurven enger. Wer kein E-Bike hat, schiebt jetzt öfter, als er fährt – der Königsweg wird zum steinigen Pfad, auf dem man das Rad eher trägt als lenkt. Nach gut zehn Kilometern und rund 900 Höhenmetern steht man auf gut 1.860 Metern, unmittelbar vor dem Ziel.
Was dort wartet, überrascht jeden, der zum ersten Mal hinaufkommt: ein hölzernes Bergschlösschen im Schweizer Chaletstil, das Ludwig II. sich 1869 bis 1872 von seinem Architekten Georg Dollmann bauen ließ – und in dessen Obergeschoss ein Türkischer Saal liegt, nach Vorbild eines Palastes am Bosporus gestaltet, mit Diwanen, Pfauenfedern und buntem Glas. Gleich daneben liegt, seit 1901, der Alpengarten der Botanischen Staatssammlung München: über 1.000 Gebirgspflanzen aus aller Welt auf zwei Hektar mitten im Wettersteingebirge. Zurück geht es auf derselben Strecke – wer beim Aufstieg geschoben hat, darf sich auf der Abfahrt freuen, sollte aber an der steilsten Stelle, kurz vor der Wettersteinalm, die Bremsen rechtzeitig ziehen.