WalchenseebergeTagestourVorher prüfen
Heimgarten von Ohlstadt
- Länge
- 11,3 km
- Höhenmeter
- 1.070 hm
- Unterwegs
- 5:00 h
- Mit Anfahrt
- ca. 6:10 h
- Anspruch
- T2
Der Aufstieg von Norden ist deutlich weniger begangen als der Zugang vom Walchensee oder über den Herzogstand. Empfohlene Runde: hinauf über die Bärenfleckhütte, hinunter über die Kaseralm — mit Blick auf den Kochelsee und die Nordwände von Herzogstand und Heimgarten, über Holzstege durch Sumpfwiesen. Am Gipfel selbst wird man wegen der Zugänge von der anderen Seite trotzdem nicht allein sein.
Bike & Hike lohnt hier kaum — schon nach 20 Minuten wird aus dem Forstweg ein Waldpfad. Die ruppigen Passagen im unteren Teil sind bei Nässe rutschig. Mit Bahnanreise kommt eine Stunde Fußweg dazu.
Details
StartWanderparkplatz am Ende der Heimgartenstraße, Ohlstadt, 730 m
AnfahrtWerdenfelsbahn ca. 30 min, vom Bahnhof 30 min zu Fuß · Auto ca. 35 min
CharakterForstweg, dann ruppiger Waldpfad mit Stufen
SaisonSommer, Herbst
Highlights- Heimgarten 1.790 m
- Bärenfleckhütte
- Kaseralm mit Holzstegen
Auf der Südseite drängen sich die Wanderer über Walchensee und Herzogstand; wer von Ohlstadt aus startet, hat den Heimgarten fast für sich – und kann ihn als Bike-&-Hike angehen, wenn auch nur für kurze Zeit mit Rad. Gleich hinter dem Parkplatz nimmt der Forstweg zügig Fahrt auf, vorbei an den Kaltwasserfällen, wo die Kaltwasserlaine über mehrere Kaskaden zu Tal stürzt.
Nach gut zwanzig Minuten, kurz vor Kilometer eins, ist damit Schluss: Aus der breiten Forststraße wird ein schmaler Pfad, der sich in engen Kehren durch den Wald zieht – hier heißt es absteigen und das Rad irgendwo sichern, denn was folgt, ist reine Wanderarbeit mit Passagen, die Trittsicherheit verlangen. Wer die zwanzig Minuten Forstweg für den Aufwand der Tour hält, hat sich getäuscht: Der Rest ist Bergsteigen zu Fuß.
Über die Bärenfleckhütte, ein Selbstversorgerhaus der DAV-Sektion Murnau mit Sonnenstrom und selbst aufbereitetem Trinkwasser, geht es in Serpentinen weiter aufwärts; in deren oberen Kehren wird der Pfad noch einmal richtig giftig, ehe er sich auf dem Verbindungsrücken zum Rauheck legt. Das sieben Meter hohe Gipfelkreuz aus Eichenholz steht seit 1946 dort – sein Vorgänger war ein Jahr zuvor vom Blitz zerstört worden, das erste Kreuz stammt von 1853. Der Blick reicht weit über das Loisachtal.
Für den Abstieg lohnt der Umweg über die Kaseralm: Gleich unterhalb des Gipfels fällt der Weg so steil ab wie sonst nirgends auf der Tour, dann führen Holzstege über zwei sumpfige Wiesen, während unten am Kochelsee die Nordwände von Herzogstand und Heimgarten in der Sonne liegen. Kurz vor 1200 Metern trifft die Route wieder auf den Aufstiegsweg – von dort ist es nur noch der gemächliche letzte Rest zurück zum Rad.