Vom Bahnhof Eschenlohe führt der Weg zunächst harmlos über Wiesen und Feldraine, ein Stück am Ufer der Loisach entlang. Erst nach knapp einem Kilometer beginnt der Anstieg, zuerst gemächlich, zu den Sieben Quellen: mehreren Quelltöpfen, aus denen es klar und beständig aus dem Estergebirge drückt, mit freiem Blick über die Wiesen zu den Zacken des Wettersteins.
Wer die Quellen hinter sich lässt, bekommt es kurz vor dem höchsten Punkt der Runde mit dem steilsten Stück zu tun – ein paar hundert Meter, dann ist es überstanden. Oben liegt die Archtalschlucht mit ihrem Wasserfall, der bei Schneeschmelze mehr Kraft hat, als sein bescheidener Name vermuten lässt.
Der Abstieg führt mitten in die eigentliche Attraktion: die Asamklamm, in der sich die Eschenlaine durch Hauptdolomit gegraben hat. Ein 1936 von Pionieren gebauter Stahlsteg hängt über den Gumpen des Bachs – nur für maximal drei Personen gleichzeitig freigegeben.
Zurück geht es über den Katzensteg, mit dem steilsten Gefälle der ganzen Runde gleich hinter der Klamm. Bei Schneeschmelze oder anhaltendem Regen bleibt die Tour besser ungegangen. Am Ausgangspunkt wartet die Terrasse des Gasthofs „Zur Brücke“ direkt an der Loisach – nur dienstags bleibt sie zu.
Geschichte
Früher hieß die Schlucht „Schwarze Brüll Klamm“ — nach dem dumpfen Grollen, das bei Schneeschmelze entsteht, wenn Wassermassen durch die engen Felswände schießen. Im 20. Jahrhundert wurde sie nach dem Murnauer Arzt Dr. Wilhelm Asam umbenannt, der 1911 zum Ehrenbürger Murnaus ernannt wurde.