Der Walchensee wechselt mit dem Ufer die Farbe – mal tiefblau, mal in einem satten Türkis. Die Umrundung bleibt fast durchweg auf der ruhigen Uferstraße, flach und ohne große Anstrengung, nur einmal verlässt sie kurz das Wasser.
Am Südufer wird aus der Idylle leise Technik: Bei Obernach und Niedernach zweigen Kanäle vom Weg ab, die Wasser aus Isar und Rißbach in den See leiten – Zubringer für das Walchenseekraftwerk, das seit 1924 den 200 Meter tiefer liegenden Kochelsee zur Stromgewinnung nutzt.
Zwischen Niedernach und Sachenbach verlässt die Strecke für einige Kilometer den Asphalt und wird zum Schotterweg durch den Wald. Hier sitzt der einzige Anstieg der Runde. Am Jörglbauernhof in Sachenbach lohnt die Rast (montags und dienstags Ruhetag).
Am Nordende erinnert ein Denkmal an Goethe, der 1786 hier vorbeikam, dann geht es hinauf nach Urfeld. Von dort führt die Ostuferstraße zurück, vorbei an der Talstation der Herzogstandbahn, bis sich der Kreis am Ausgangspunkt wieder schließt.