Die Runde ab Einsiedl lebt von einem Gegensatz: erst kiesige, streckenweise ungebändigte Isar mit Furten, zum Schluss ruhiges Seeufer. Gleich am Start zweigt der Obernachkanal ab, der Isarwasser zum Walchensee umleitet – seit 1924 speist es das Walchenseekraftwerk.
Bei Vorderriß, einem Weiler von nur neun Häusern, unterhielt schon Ludwig II. ein Jagdschloss; hier wuchs auch Ludwig Thoma auf. Auf den folgenden zwei Kilometern führt die Strecke bei Niedrigwasser mehrfach direkt durchs Isarbett. Danach weitet sich das Tal zum Sylvensteinspeicher, unter dem seit den Fünfzigern das einstige Dorf Fall liegt.
Hinter dem Damm steigt der Weg an, bevor er in die Jachenau hinunterrollt – ein fünfzehn Kilometer langes Streusiedlungstal ohne echtes Dorfzentrum. Bei Niedernach erreicht die Route den Walchensee, dem sie nun flach am Westufer folgt, bis Urfeld.
Die letzten Kilometer zurück nach Einsiedl sind eben – ideal für den Absacker im See, den man sich nach dem Waten redlich verdient hat.