Vom Parkplatz an der Brücke bei Altlach beginnt eine Bergtour, deren Ruf nicht vom Gipfel kommt – der Altlacher Hochkopf ist dicht bewaldet und gibt von oben wenig preis. Sein Wert liegt in dem, was auf halbem Weg steht: eine königliche Jagdhütte, die ein bayerischer König seinem Freund Richard Wagner überließ.
Gleich hinter dem Parkplatz zweigt ein alter Reitweg vom Fahrweg ab und taucht in ein Bachtal, das mit jedem Schritt enger und schöner wird – ein Wasserfall reiht sich an den nächsten, bevor der Weg den Klausengraben quert. Zwischen Kilometer zwei und drei zieht der Pfad merklich an. Weiter oben wartet noch der Zachengraben, ein wilder Bergbach, der in Kaskaden über die Steine stürzt und auf schmalen Holzstegen überquert wird.
Nach knapp sieben Kilometern steht man vor der Hochkopfhütte, 1299 Meter über dem See. Um 1850 ließ König Max II. sie als Jagdhütte bauen, sein Sohn Ludwig II. lud im August 1865 Richard Wagner ein, der zehn Tage blieb und am „Siegfried“ arbeitete. Bewirtschaftet wird die restaurierte Hütte heute vom DAV Vierseenland nur für Sektionsmitglieder. Statt auf den bewaldeten Gipfel führt der Panoramaweg links vorbei und umrundet den Gipfelaufbau, mit Blicken ins Isartal, zur Soierngruppe und zum Vorkarwendel.
Der Rückweg fällt in der zweiten Hälfte spürbar steiler ab als der Aufstieg – kurz vor dem See wird es noch einmal knackig. Unten am Ufer wartet mit dem Biergartl Altlach die einzige Einkehr der ganzen Runde.