Tegernseer TalTagestourVorher prüfen
Risserkogel über das Grubereck
- Länge
- 12,6 km
- Höhenmeter
- 1.033 hm
- Unterwegs
- 5:45 h
- Mit Anfahrt
- ca. 7:45 h
- Anspruch
- T2
Der Anstieg von Kreuth-Riedlern über das Grubereck ist die stille Variante — erst ab dem Grubereck trifft man auf den Strom, der vom Wallberg herüberkommt. Bis dorthin unschwierig, danach ein mittelschwerer Verbindungsgrat mit schrofigen Steilstufen und einer drahtseilgesicherten Stelle.
Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich; bei Nässe werden die abgespeckten Felsen unangenehm. Im Winter nicht empfohlen — der Weg zwischen Risserkogel und Grubereck verläuft durch ein Wald-Wild-Schongebiet. Die Runde ab Wildbad Kreuth dauert über sieben Stunden und ist zu lang.
Details
StartParkplatz bei der Riedler Stubn, Kreuth-Riedlern, 793 m
AnfahrtAuto ca. 55–65 min
CharakterWaldpfad, Verbindungsgrat mit einer Drahtseilstelle
SaisonSommer, Herbst
Highlights- Risserkogel 1.826 m
- Grubereck
Der Risserkogel gehört zu den meistbestiegenen Aussichtsbergen über dem Tegernsee, aber wer von Riedlern aus über das Grubereck hinaufgeht, sieht davon wenig – die ruhige Seite eines vielbegangenen Gipfels eben. Die Tour beginnt hinter der Riedlerbrücke auf einer gut befahrbaren Forststraße und endet gut sechs Kilometer und über tausend Höhenmeter später auf einem schmalen Felsgrat. Dazwischen liegt der Moment, in dem aus einer Bike- eine Wandertour wird.
Anfangs geht es entspannt bergauf, der Forstweg schlägt Kehren durch den Wald und lässt zwischendurch verschnaufen. Erst ab etwa der Streckenhälfte, bei rund 1.300 Metern, wird es ernst: Der Untergrund wird wurzelig, die Steigung springt von gemütlich auf brutal, und spätestens hier steigt man ab. Das Rad wird geschultert, der Weg schmäler, aus der Bergauffahrt wird ein Fußmarsch mit Zusatzgewicht.
Am Grubereck, 1.664 Meter, ist ohnehin Schluss fürs Rad – der Grat zum Risserkogel wird bald so schmal, dass es dort nur im Weg wäre. Kurz zuvor lohnt sich ein Halt an der Aussichtsplattform mit Fernrohr, die die Bayerischen Staatsforsten hier als Pilotprojekt eingerichtet haben: Der Blick geht in eine jagdliche Ruhezone Richtung Risserkogel, in der sich Gämsen ungestört zeigen. Schon von hier reicht die Sicht bis zum Karwendel.
Der Schlussgrat wird zusehends schmaler und felsiger, eine Steilstufe ist mit einem Drahtseil gesichert – ab hier zählen Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, bei Nässe wird der Fels ungemütlich glatt. Oben, auf 1.826 Metern, liegt der Tegernsee wie hingegossen unter einem. Der Rückweg führt über dieselbe Route, und ab dem Grubereck wartet der Lohn für den Umweg über zwei Fortbewegungsarten: Der Forstweg, den man sich zu Fuß erarbeitet hat, lässt sich jetzt wieder rollen.