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Tegernseer Tal

Leonhardstein ab Kreuth

Markanter Felszahn — die kürzeste Bergtour der Liste

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Leonhardstein ab Kreuth

Länge
ca. 7,7 km
Höhenmeter
670 hm
Unterwegs
3:30 h
Mit Anfahrt
ca. 5:30 h
Anspruch
T3

Nur dreieinhalb Stunden und trotzdem ein richtiger Berg: Nach dem Forstweg führen die letzten 250 Höhenmeter über die schrofige Nordflanke, steil und stellenweise rutschig. Geklettert wird nicht, aber die Hände braucht man sehr oft. Vom Gipfel Tiefblick auf Buchstein, Hirschberg und bis ins Karwendel. Die beste Option, wenn nur ein halber Tag zur Verfügung steht.

Bei Nässe meiden, der Untergrund wird dann speckig. Trittsicherheit ist Pflicht. Der Forstwegteil ist mit dem Rad fahrbar bis zur Scharte auf rund 1.200 Metern und deckt den Großteil der Höhenmeter ab — erst danach beginnt der reine Fußteil. Die Anfahrt liegt an der Ein-Stunden-Grenze.
Details
StartWanderparkplatz Kreuth, gegenüber der Volksschule, 783 m
AnfahrtAuto ca. 55–65 min
CharakterForstweg, dann steile Schrofenflanke
EinkehrGasthof Batznhäusl, Kreuth (Mi Ruhetag) — am Berg selbst keine Einkehr — erst wieder unten in Kreuth
SaisonSommer, Herbst
Highlights
  • Leonhardstein 1.449 m
  • Tiefblick auf Roß- und Buchstein

Dreieinhalb Stunden, und trotzdem ein richtiger Berg: Auf den Leonhardstein kommt man auf zwei Rädern und zwei Beinen, und zwar in genau dieser Reihenfolge – erst rollt es sich fast mühelos bergauf, dann braucht man auf einmal die Hände.

Von Kreuth führt der breite Weg an der Kirche vorbei über die Wiesen dem Wald entgegen, dort wird der Grund unter den Reifen steiniger, doch die Steigung bleibt gutmütig. Eine kleine hölzerne Kapelle mit einer Leonhard-Figur steht am Wegrand, kurz bevor sich der Forstweg endgültig in den Wald zieht. Bald darauf liegt die Duslau-Alm im Blick, eine einsame Lichtung auf halbem Weg, und danach flacht die Spur noch einmal zu einem kurzen, ebenen Stück ab, bevor sich vor einem die Nordwand des Leonhardstein aufbaut.

Genau hier, in dieser flachen Scharte auf rund 1200 Metern, endet die Fahrt: Das Bike lehnt an einem Baum, und wer bis hierher nur getreten hat, greift jetzt zum ersten Mal nach einem Ast oder einer Felskante. Auf den letzten 250 Höhenmetern wechselt der Weg abrupt den Charakter – Wurzeln, loses Geröll, kurze Felsstufen, Trittsicherheit ist ab jetzt Pflicht, nicht mehr Empfehlung. Bei Nässe wird der Fels speckig, und wer die Hände in den Kalk gräbt, fasst mitunter versteinerte Korallen – der Felszahn war einmal Riffgestein, lange bevor er ein Berg wurde.

Oben wartet ein Edelstahlkreuz, das jüngste in einer langen Reihe von Gipfelkreuzen seit mindestens 1838 – die Kreuther stellten es 2008 auf, nachdem ein Sturm sein Vorgängerkreuz zerlegt hatte. Der Blick reicht zu Roß- und Buchstein, zum Risserkogel und Wallberg, tief unten liegt Kreuth wie auf einer Karte ausgebreitet. Zurück geht es auf demselben Weg: erst zu Fuß durch die Schrofen zur Scharte, dann wieder aufs Rad – und was eben noch Mühe kostete, ist auf der Abfahrt in Minuten erledigt. Einkehr gibt es am Berg keine, das erste Bier wartet erst wieder unten in Kreuth.

1448 m1122 m796 m 0 km8 km

796–1448 m · 667 Hm Aufstieg · 7.7 km

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