Wer von den Rodel-Autobahnen am Blomberg oder Wallberg genug hat, findet über Lenggries die kleine, stille Alternative: eine gute Stunde bergauf durch den Wald, oben eine urige Brotzeit mit Blick übers Tal, und zurück geht es auf einem schmalen, vom Wirt selbst schneefrei gehaltenen Weg – zu Fuß oder, wenn genug Schnee liegt, mit dem Schlitten.
Vom Parkplatz an der Bachmairgasse führt der Weg gleich über den Tratenbach und dann stetig bergauf in den Wald hinein – der gesamte Höhengewinn der Tour steckt in den ersten anderthalb Kilometern, kaum ein Meter davon geschenkt. Kurz bevor die Hütte auftaucht, wird es noch einmal richtig giftig: ein steiler Riegel, auf dem man merkt, warum für den Aufstieg eine volle Stunde veranschlagt wird. Danach ist die Arbeit erledigt.
Die Denkalm liegt unterhalb des Keilkopfs auf rund 980 Metern, ein einfaches, rustikales Haus, das die Familie Bauer bewirtschaftet – Wiener mit Kraut, Brotzeiten, hausgemachter Kuchen, mehr braucht es hier nicht. Von der Terrasse fällt der Blick über Lenggries hinweg zum Brauneck und weiter zum Karwendel. Nur mittwochs und donnerstags bleibt die Tür zu.
Bergab nimmt die Tour eine andere Linie: den Hang, den der Wirt für seine Gäste freihält, offiziell aber keine ausgewiesene Rodelbahn – schmal, gleich unter der Hütte einmal richtig steil und kurvig, bevor er sich zum Tal hin wieder beruhigt. Wer zu Fuß bleibt, hat auf demselben Weg einen kurzweiligen Rückweg; wer rodelt, sollte bremsen können, bevor er es braucht.