Vom Bahnhof Lenggries geht es erst gemächlich auf dem Isarradweg los, ehe bei Langeneck der eigentliche Anstieg beginnt. Fast dreizehn Kilometer zieht sich der Weg durchs Schwarzenbachtal hinauf zum Langenecksattel auf gut 1150 Metern, vorbei an der Unteren und Oberen Orterer Alm.
Kurz vor der Glaswandscharte kippt der Weg. Aus dem Anstieg wird eine Rampe, auf der nur noch geschoben wird, und an der Scharte bleibt das Rad im Depot zurück. Die letzten Höhenmeter zum Gipfel auf 1800 Metern legt man zu Fuß zurück, rund anderthalb Stunden über Fels und Grashänge. Dort weiden seit den Neunzigern Alpensteinböcke.
Zurück am Depot beginnt die Kehrseite der Auffahrt: eine der längsten Abfahrten der Runde, über zwölf Kilometer hinab in die Jachenau, Bayerns kleinste Einheitsgemeinde. Im Gasthof zur Jachenau (Do–So) ist jetzt eine Rast fällig.
Der Rückweg zieht sich flach und lang durchs Jachental zurück nach Lenggries. Bewirtschaftete Hütten gibt es am Anstieg keine, verpflegt wird sich vorher oder in der Jachenau.