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Westend, Bavaria und Ruhmeshalle

In den Kopf einer Kolossalstatue steigen

Länge
5,1 km
Unterwegs
Tagestour

Die Bavaria ist die erste Kolossalstatue der Neuzeit aus Bronze und die einzige begehbare Großbronze Deutschlands — über eine enge Wendeltreppe kommt man in den Kopf, wo vier Sichtluken in der Haarkrone auf die Theresienwiese hinausgehen. Das Westend darunter ist das ehrlichste Innenstadtviertel Münchens: Bäckereien, Werkstätten und Kneipen zwischen Gründerzeitblocks. An der Ganghoferstraße steht Olafur Eliassons begehbare Doppelwendeltreppe „Umschreibung“, die nirgendwohin führt.

Die Bavaria ist im Winterhalbjahr geschlossen.
Details
StartMünchen-Schwanthalerhöhe
AnfahrtS6 bis Hackerbrücke ca. 37 min, dann 10 min zu Fuß · Auto ca. 40–50 min
CharakterHackerbrücke, Bavaria, Ruhmeshalle, Gollierplatz, Umschreibung
EinkehrGollierplatz und Umgebung, von bayerisch bis levantinisch
SaisonFrühjahr, Sommer, Herbst
Highlights
  • Aufstieg in den Kopf der Bavaria
  • Eliassons „Umschreibung“
  • Blick von der Hackerbrücke aufs Gleisfeld

Zeitstrahl

1843–1850

König Ludwig I. gibt die Bavaria in Auftrag. Architekt Leo von Klenze entwirft die Ruhmeshalle klassizistisch, Bildhauer Ludwig von Schwanthaler gestaltet die Statue bewusst „germanisch“ statt antik.

1843–1853

Die Ruhmeshalle entsteht als Ehrentempel für verdiente bayerische Persönlichkeiten aus Land, Wissenschaft und Kunst, nach Klenzes Entwurf einer dreiflügeligen Säulenhalle nach griechischem Vorbild.

Zweiter Weltkrieg

Die Ruhmeshalle wird schwer beschädigt.

1965–1972

Wiederaufbau der Ruhmeshalle; seit 1966 werden fortlaufend weitere Büsten verdienter Bayern aufgestellt, inzwischen 74 insgesamt.

2004

Olafur Eliassons begehbare Doppelwendeltreppe „Umschreibung“ entsteht im Innenhof des KPMG-Gebäudes von Otto Steidle an der Ganghoferstraße 29 — rund 9 bis 10 Meter hoch und frei zugänglich.

Der Rundgang

  1. 1
    Hackerbrücke

    Start des Rundgangs mit Blick vom Steg über das weite Gleisfeld westlich des Hauptbahnhofs.

  2. 2
    Bavaria und Ruhmeshalle

    Die Erzgießer Johann Baptist Stiglmaier und Ferdinand von Miller gossen die 18,52 Meter hohe Bavaria in vier Teilen — die erste Kolossalstatue seit der Antike, die vollständig aus gegossener Bronze besteht, und die einzige begehbare Großbronze Deutschlands. Über eine enge Wendeltreppe geht es in den Kopf, wo vier Sichtluken in der Haarkrone auf die Theresienwiese hinausgehen. In der Ruhmeshalle daneben stehen 74 Büsten verdienter Bayern.

  3. 3
    Gollierplatz

    Das Westend ist das ehrlichste Innenstadtviertel Münchens: Bäckereien, Werkstätten und Kneipen zwischen Gründerzeitblocks, rund um den Gollierplatz von bayerisch bis levantinisch.

  4. 4
    Umschreibung von Olafur Eliasson

    Im Innenhof des KPMG-Gebäudes an der Ganghoferstraße 29 steht seit 2004 Eliassons begehbare Doppelwendeltreppe, die nirgendwohin führt — frei zugänglich, ohne Öffnungszeiten.

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