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Alter Südfriedhof und Schlachthofviertel

Efeuüberwucherte Grüfte, danach der größte legale Graffiti-Damm der Stadt

Länge
1,5 km
Unterwegs
Halbtagestour

1563 als Pestfriedhof weit vor den Stadttoren angelegt, seit 1944 ohne Bestattungen — seither wächst der Platz zu und ist heute eher ein wilder Park mit Grabsteinen. Hier liegen Leo von Klenze, Carl Spitzweg und Joseph von Fraunhofer; das Arkadenfeld an der Nordmauer ist ein Verzeichnis der Münchner Bürgerschaft des 19. Jahrhunderts. Gleich dahinter, an der Tumblingerstraße, liegt Münchens größtes legales Graffiti-Areal — ein Bahndamm, der ständig übermalt wird.

Öffnungszeiten des Friedhofs sind saisonal, im Sommer bis 20 Uhr.
Details
StartMünchen, Sendlinger Tor
AnfahrtS6 bis Marienplatz, dann U-Bahn, ca. 50 min · Auto ca. 45–55 min
CharakterArkadengang, Gräber, Tumblingerstraße
EinkehrSchlachthofviertel
SaisonFrühjahr, Sommer, Herbst
Highlights
  • Arkadengang mit den Gräbern von Klenze und Spitzweg
  • Graffiti an der Tumblingerstraße

Zeitstrahl

1563

Der Friedhof wird als Pestfriedhof weit vor den damaligen Stadttoren angelegt — der Grundriss bildet die Form eines Sarkophags.

1818–1821

Gustav Vorherr und Friedrich Ludwig von Sckell legen Reihengräber in geometrischer Anordnung an.

1840er-Jahre

Friedrich von Gärtner erweitert die Anlage im Stil eines Campo Santo nach bolognesischem Vorbild, mit 175 umlaufenden Rundbogenarkaden.

1. Januar 1944

Der Friedhof wird geschlossen, weil der Boden im alten Teil nach über 300 Jahren übersättigt ist — kurz darauf beschädigen Bomben große Teile der Anlage.

1954/55 und 2004–2007

Restaurierungen, zunächst durch Hans Döllgast — heute steht der gesamte Friedhof als Baudenkmal unter Schutz, mit einem Lapidarium in der ehemaligen Kapelle.

Der Rundgang

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    Eingang Thalkirchner Straße

    Start des Rundgangs am Haupteingang.

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    Arkadengang

    Efeuüberwucherte Grüfte, seit den 1944 letzten Bestattungen ein wilder Park mit Grabsteinen. Hier liegen Leo von Klenze, Carl Spitzweg und Joseph von Fraunhofer; das Arkadenfeld an der Nordmauer ist ein Verzeichnis der Münchner Bürgerschaft des 19. Jahrhunderts.

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    Tumblingerstraße

    Gleich hinter dem Friedhof liegt Münchens größtes legales Graffiti-Areal — ein Bahndamm, der ständig übermalt wird, ein scharfer Kontrast zur Stille davor.

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