KarwendelTagestourVorher prüfen
Soiernhaus ab Wallgau
- Länge
- 23,4 km
- Höhenmeter
- ca. 1.300 hm
- Unterwegs
- ca. 3:45 h
- Mit Anfahrt
- ca. 5:45 h
- Anspruch
- Rad S0–S1, zu Fuß T2
Über die Fischbachstraße hinauf zur Fischbachalm, kurz bergab zum Hundstall und wieder steil hinauf zur Materialseilbahn des Soiernhauses. Ab dort zu Fuß über einen Serpentinensteig ohne größere Schwierigkeiten. Auf das Rad entfallen 9,5 der 23,4 Kilometer und 880 der rund 1.300 Höhenmeter, auf den Fußweg knapp 2 Kilometer und 420 Höhenmeter; in Bewegung ist man 3:45 Stunden, mit Pausen fünf bis fünfeinhalb. Oben das Jagdhaus, das Ludwig II. 1866 errichten ließ, und die Soiernseen zum Baden. Die Schöttelkarspitze auf 2.050 Metern lässt sich anhängen, dann wird es aber knapp sechs Stunden.
Lakaiensteig und Paindelsteig sind für Räder gesperrt — das Rad bleibt an der Materialseilbahn. Die Abzweigung links am Hundstall ist eine Sackgasse. Bis zur Soiernspitze auf 2.257 Metern reißt die Tour die Sechs-Stunden-Grenze deutlich.
Details
StartWanderparkplatz am Isarsteg, Wallgau, 851 m
AnfahrtAuto ca. 55–65 min über Kochel und Walchensee
Charakterbreiter Kiesweg, dann Serpentinensteig
SaisonSommer, Herbst
Zwei Touren stecken in dieser Runde ab Wallgau: eine für das Mountainbike, eine für die eigenen Beine – und dazwischen ein Punkt, an dem das Rad einfach stehen bleibt. Gleich hinter dem Isarsteg beginnt die Fischbachstraße, ein breiter Forstweg, der sich gleichmäßig durch den Wald hinaufzieht, bis nach reichlich sieben Kilometern die Fischbachalm auftaucht, eine Almhütte auf rund 1.400 Metern mit Blick zu den Soiernbergen und hausgemachtem Brot und Kuchen zwischen Mitte Juli und Anfang September.
Kurz geht es wieder bergab zum Hundstall – die Abzweigung links ist eine Sackgasse, also geradeaus weiter und noch einmal kräftig in die Pedale, bis der Weg an der Talstation der Materialseilbahn des Soiernhauses endet. Hier heißt es absteigen: Das Rad wird angeschlossen, denn von hier an geht es nur noch zu Fuß, auf einem schmalen Serpentinensteig, der sich stellenweise ordentlich aufbäumt, ehe er nach gut zwei Kilometern und rund 400 Höhenmetern oben ankommt.
Oben liegen die Soiernseen, zwei kleine Bergseen in Türkis ohne sichtbaren Zufluss, die schon Ludwig II. so bezaubert haben sollen, dass er sich bei Vollmond über sie rudern ließ und an seinem Geburtstag Feuer an den Ufern entzünden ließ, die sich im Wasser spiegelten. Direkt darüber steht das Soiernhaus, 1866 vom Lenggrieser Zimmermann Schwarzenberger als königliches Jagdhaus errichtet – gejagt hat der König dort nie, die Ruhe des Kessels genoss er trotzdem. Seit den 1920er-Jahren bewirtschaftet die DAV-Sektion Hochland die Hütte, versorgt bis heute über die Materialseilbahn, die man von unten schon kommen sah.
Zurück geht es denselben Steig zum abgestellten Rad und auf demselben Forstweg wieder Richtung Tal – wer noch Kraft hat, hängt die Schöttelkarspitze auf 2.050 Metern an, muss dann aber mit fast sechs Stunden rechnen. Für alle anderen reicht die Zeit meist noch für eine Rast auf der Fischbachalm, ehe es zurück nach Wallgau geht – vorausgesetzt, es ist nicht gerade Montag oder Dienstag, dann bleibt die Almtür zu.