Ausflüge ab TutzingVersteckte Highlights im Voralpenland
Pfaffenwinkel

Industriedenkmal Radom Raisting

48-Meter-Kuppel über der Antenne, die 1972 die Olympischen Spiele übertrug

Öffnung
Innenöffnung über das Landratsamt Weilheim-Schongau geregelt, Termine unter radom-raisting.bayern · Außenführungen jederzeit buchbar

Eine der größten Erdfunkstellen der Welt, mitten im Moor. Ins Innere kommt man nur zu bestimmten Zeiten oder mit einer Führung, entsprechend wenig ist dort los. Wenn geschlossen ist, lohnt der fünf Kilometer lange Wanderweg ab Bahnhof Raisting: Infotafeln und eine Akustikstrecke aus zwei Parabolspiegeln, die 40 Meter auseinanderstehen und über die man flüstern kann.

Details
StartRaisting
AnfahrtAuto ca. 20 min, Bahn ca. 35–45 min
Saisonganzjährig
Highlights
  • Akustikstrecke mit Parabolspiegeln
  • Satellitenantenne 1

Die Deutsche Bundespost baute die Erdfunkstelle 1963/64 in der „Raistinger Wanne“ — Hügelketten im Osten und Westen sowie die Alpen im Süden schirmen den Standort natürlich gegen störende Funksignale ab. Architekt Hans Maurer entwarf das druckluftgestützte Radom über der 25-Meter-Parabolantenne, eine damals neuartige Konstruktion, die es sogar auf eine 50-Pfennig-Sondermarke schaffte.

1999 wurde die Anlage zum technischen Denkmal erklärt. 2020 riss ein Sturm die Hülle des Radoms herunter, Wasser beschädigte die Technik im Inneren — seither laufen Sanierungsarbeiten.