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Ammergauer Alpen

Rundtour zur Hochplatte über Roggental und Köllebachtal

Steil durchs Roggental zum Gipfelgrat der Hochplatte, am Fensterl vorbei und durchs Köllebachtal zurück

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Rundtour zur Hochplatte über Roggental und Köllebachtal

Länge
14,3 km
Höhenmeter
ca. 990 hm
Unterwegs
ca. 5:30 h
Mit Anfahrt
ca. 8:00 h
Anspruch
schwer: steiler Aufstieg, schmaler Gipfelgrat mit Drahtseilen und Kletterstellen; Trittsicherheit und Schwindelfreiheit zwingend

Rundtour vom Ammerwald auf die Hochplatte — am Roggentalbach steil hinauf, über den ausgesetzten Gipfelgrat, am Fensterl vorbei und durchs Köllebachtal zurück.

Beschreibung nach dem Bericht vom 18.10.2026 und dem dabei aufgezeichneten Track, ergänzt um Angaben von OpenStreetMap und Höhenrausch.
Details
StartParkplatz Ammerwaldalm im Ammerwald
AnfahrtAuto ca. 75 min (Schätzung, wie zum nahen Hotel Ammerwald)
CharakterWaldpfad im Roggental, Schutt und Fels, ausgesetzter Gipfelgrat, Abstieg am Fensterl vorbei
SaisonSommer, Herbst
Highlights
  • Gipfelgrat mit Drahtseilen und Rundumblick
  • Das Fensterl, ein Felsentor, am Weg
  • Rundtour mit getrennten Wegen für Auf- und Abstieg
Blick vom Weg hinunter ins Tal, gelbes Laub am HangSteiniger Pfad durch eine Rinne im HerbstwaldSchmaler Pfad zwischen Latschen und HerbstlaubBlick talauswärts über Geröll auf bewaldete HängeBlick talauswärts, rechts Nadelwald und LatschenDer Pfad quert eine Schuttrinne unter felsigen FlankenGrasiger Hang mit Pfad hinter dem Weitalpjoch, vor felsigen GipfelnFelsen am Weg, im Tal darunter liegt das NebelmeerDer Gipfelgrat der Hochplatte, auf der Schneide eine WanderinDer schmale, felsige Gratweg zum GipfelDas Gipfelkreuz der Hochplatte im GegenlichtEine Dohle mit gelbem Schnabel auf den Gipfelfelsen, dahinter Bergketten über dem NebelAm Gipfelgrat führt ein Drahtseil an der Felskante entlangDas Fensterl, ein Felsentor am Grat, daneben der WegweiserGrasflanke mit Pfad unter einem felsigen Gipfel, zwei Wanderer auf dem Weg

Die Hochplatte ist ein Gipfel, den man sich erarbeitet: erst Waldpfad, dann Schutt und Fels, zuletzt ein schmaler Grat mit freiem Blick nach allen Seiten. Die Runde ab dem Parkplatz Ammerwaldalm (1.102 m) geht auf knapp 14 Kilometern rund 990 Höhenmeter nach oben, bis auf das letzte Stück vor dem Parkplatz ohne Gegenanstiege, und kommt auf einem anderen Weg zurück.

Gleich hinter dem Parkplatz folgt der Weg dem Bach im Roggental und steigt stetig an. Es ist ein Anstieg, der Zeit braucht: Wald, im Herbst mit gelbem Laub, dann steinige Rinnen und Felsstufen, später Schuttfelder, die der Pfad quert, über sich die hellen Felsflanken. Kurz unter dem Weitalpjoch zieht der Weg noch einmal richtig an, es ist die steilste Stelle der ganzen Runde. Rund um das Joch (1.778 m) lichtet sich der Wald, der Hang öffnet sich zu Almgras, und felsige Gipfel kommen ins Bild.

Vom Joch aus wird das Gelände rauer. Die Hochplatte besteht wie der Säuling aus hellem Wettersteinkalk, und das sieht man: Fels, Latschen und Geröll bestimmen jetzt das Bild. Der letzte Abschnitt ist der Gipfelgrat, schmal und ausgesetzt, an einzelnen Stellen mit Drahtseil. Dort ist Trittsicherheit Pflicht, und Schwindelfreiheit auch: Links und rechts des Pfades geht es steil nach unten. Das Gipfelkreuz steht nach Angaben des Höhenrauschs rund drei Meter unter dem höchsten Punkt des Grats.

Oben, auf 2.089 Metern, lohnt sich die lange Rast. Je nach Sicht reicht der Blick über die Ammergauer Berge zu Lechtaler und Allgäuer Alpen, zum Forggensee und ins Ammergau. Am Tag der Tour lag unter dem Gipfel eine geschlossene Nebeldecke, nur die Gipfel ragten heraus, und eine Dohle mit gelbem Schnabel saß bei den Wanderern auf dem Fels.

Der Abstieg bleibt zunächst auf dem Grat, wieder mit Drahtseilen, zum Teil direkt auf der Schneide. Am Fensterl, einem Felsentor im Grat, führt der Weg vorbei, durch das Fenster selbst geht diese Runde nicht (das ist eine andere Tour). Weiter geht es zum Roggentalsattel (1.883 m). Die Hochblasse (1.989 m) liegt in unmittelbarer Nähe, gehört aber nicht zu dieser Runde.

Vom Sattel führt der Weg ins Köllebachtal, über die Jägerhütte und den Schützensteig hinab zum Hotel Ammerwald. Die Einkehr an der Jägerhütte gibt es laut Höhenrausch nur in der Saison, von Mitte Juni bis September; außerhalb davon vorher nachfragen. Vom Hotel geht es auf einem letzten, flachen Stück zurück zum Parkplatz, wo die Ammerwaldalm wartet: laut Höhenrausch Mittwoch bis Montag von 10 bis 20 Uhr geöffnet, Dienstag Ruhetag. Unterwegs gibt es sonst keine Einkehr, also Verpflegung mitnehmen.

2067 m1570 m1073 m 0 km14 km

1073–2067 m · 997 Hm Aufstieg · 14.3 km

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