Wer bei Bad Heilbrunn ins Tal blickt und darunter nur eine graue Nebeldecke sieht, findet auf dieser Runde genau den Ausgleich: Kaum losgegangen, fällt der Weg vom Haus des Gastes sanft durch offene Wiesen ab, und schon nach wenigen hundert Metern öffnet sich der Blick nach Norden weit ins Alpenvorland.
Bald darauf steht die kleine Kapelle Maria am Weg, und der Pfad biegt vor dem Bauernhof in Obermühl nach links. Ein paar Stufen hinab, über einen Bach – und schon lockt ein Wirtsgarten direkt gegenüber zur ersten Rast. Wer der Versuchung widersteht, kommt an einem Islandpferdehof vorbei, ehe die Wiesen leicht hügelig werden.
Mal links, mal rechts wendet sich der Pfad durch dieses Gelände, quert einen weiteren Bach und zieht an der Sonnenseite eines Waldrands entlang. Der Blick von hier oben gilt als der schönste der ganzen Runde. Dort ließe sich im Gasthaus RamsAu mit seinem Wirtsgarten am Weg ein zweites Mal einkehren, nur dienstags und mittwochs bleibt die Tür zu.
Weiter geht es zum Schönauer Weiher, dem tiefsten Punkt der Runde, wo im Sommer das Moorwasser zum Baden einlädt. Dann beginnt der einzige nennenswerte Anstieg: gut ein Kilometer, spürbar steiler als alles zuvor, dafür meist schattig im Wald.