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Ammerschlucht — Wildwasser mit Ammerverordnung

Spektakulär und anspruchsvoll, nur mit Wildwassererfahrung

Unterwegs
halber Tag

Die Ammerschlucht ist landschaftlich spektakulär und paddlerisch anspruchsvoll — und der Grund, warum es die Ammerverordnung gibt. Das Landratsamt Weilheim-Schongau weist ausdrücklich darauf hin, dass nach jedem Hochwasser neue Baumhindernisse in Verbindung mit starkem Stromzug entstehen und Rettungsaktionen in der Schlucht extrem schwierig sind.

Das Landratsamt rät Bootsfahrern ohne ausreichende Wildwasserkenntnisse ausdrücklich vom Befahren ab — ebenso von der Litzauer Schleife am Lech. Im Mai 2023 gab es hier einen tödlichen Unfall.
Details
StartKraftwerk Kammerl bei Saulgrub bis Böbing
AnfahrtAuto nach Saulgrub ca. 55 min · Bahn nach Peißenberg ca. 35 min
EinkehrGasthof zur Post, Saulgrub (Biergarten, warme Küche bis 20 Uhr), Gasthof-Metzgerei Haslacher, Böbing (Mo und Di Ruhetag) — an Einstieg und Ausstieg selbst gibt es nichts — beide Wirtshäuser liegen zwei bis drei Kilometer entfernt in den Orten
SaisonFrühjahr, Sommer, Herbst
Highlights
  • Saison ab 1. Mai, nur bei über 6 m³/s am Pegel Peißenberg
  • Befahren nur zwischen 9:00 und 17:30 Uhr
  • Rafting und Schlauchboot nicht zulässig, Gruppen höchstens fünf Boote

Vor rund 120.000 Jahren, während der Eem-Warmzeit zwischen Riß- und Würm-Kaltzeit, verlagerte die Ammer ihren Lauf nach Norden und grub sich durch Moränen und subalpine Molasse — auf diese Weise entstand die Schlucht.

Insgesamt zieht sich die Schlucht rund 18 Kilometer: von Scheibum zunächst 12 Kilometer nach Norden bis Peiting, dann noch einmal 6 Kilometer nach Osten bis Peißenberg. Der nördliche Abschnitt bei Scheibum ist eng und felsig, mit den Schleierfällen; der östliche Teil öffnet sich zu breiteren Kiesbänken und Wiesen. Die Schlucht liegt in einem FFH-Gebiet mit drei Naturschutzgebieten und neun ausgewiesenen Geotopen.